Anzeige
Banner
Facebook Twitter 
Thu, Feb 23, 12
Interviews

aktuell

ImageAls Penélope Cruz die Rolle der Angelica in PIRATES OF THE CARIBBEAN - FREMDE GEZEITEN, einer Produktion von Walt Disney Pictures und Jerry Bruckheimer Films, übernahm, war sie begeistert. Und dafür gab es mehrere sehr gute Gründe.

Zunächst einmal war es ihre erste Rolle in einem hochbudgetierten Actionfilm: „Ich liebe es, in Europa zu drehen, und wenn ich in Amerika vor der Kamera stehe, tendiere ich in den meisten Fällen dazu, mir kleinere Projekte mit wenig Action auszusuchen, denn hier finde ich die interessantesten Charaktere“, erklärt die spanische Schauspielerin. „In diesem Film aber traf beides zusammen. Ich fand eine sehr interessante Figur in einem wirklich großen Film, hatte damit die Gelegenheit zu beobachten, wie diese Art Filme entstehen. Und die Welt der Piraten liebe ich, weil sie so anziehend, reizvoll und interessant ist.“

Und dann bot sich Cruz bei diesem Film die Gelegenheit zu einer weiteren Zusammenarbeit mit Rob Marshall und Johnny Depp. Zuletzt stand Cruz mit Johnny Depp vor zehn Jahren für BLOW („Blow“, 2001) vor der Kamera, verkörperte die Ehefrau von Depps Figur George Jung. „Wir haben uns bei den Dreharbeiten zu BLOW wirklich sehr gut verstanden, sind Freunde geworden“, erinnert sich Cruz. „Dann aber habe ich ihn für einen langen Zeitraum nicht gesehen. Nachdem ich jetzt aber, nach all diesen Jahren, wieder sehr viel Zeit an seiner Seite verbringen konnte, verstehen wir uns jeden Tag immer besser.“

„Johnny ist jedem gegenüber so freundlich und liebenswürdig, er ist ein wirklich brillanter Kopf – ist smart, sehr clever, ein Schnelldenker und ausgesprochen komisch. Er ist einer der witzigsten Menschen, die ich kenne, und er hat ein großes Herz. Arbeitet man mit so jemandem zusammen, ist das eine besondere Erfahrung. Als Mensch ist er wirklich einzigartig.“

Penélope Cruz’ erste Zusammenarbeit mit Regisseur Rob Marshall war die Musicalverfilmung NINE („Nine“, 2009). Ihre herausragende Darstellung in der Rolle der Carla brachte der Spanierin Nominierungen für den Screen Actors Guild Award®, für den Golden Globe® und für den Oscar® ein. Für ihren preisgekrönten Regisseur findet Cruz nur lobende Worte.

„Ich liebe Rob“, gibt die Oscar®-Preisträgerin zu. „Er erschafft diese großartige Familie von Menschen, die alle das gleiche Ziel verfolgen. Und jeder aus dieser Familie will ihn glücklich machen – wegen seiner Art und der Weise, wie er jeden behandelt.“

„Rob kann wirklich mit enormem Druck umgehen. Niemals wird er die Beherrschung verlieren, niemals respektlos gegenüber anderen sein. Ich habe das nicht ein einziges Mal bei ihm gesehen und dabei zwei Filme mit langen Dreharbeiten mit ihm absolviert. Dafür respektiere ich ihn wirklich“, fasst Cruz zusammen.

Penélope Cruz verkörpert im Film Angelica, die erste Piratin in der PIRATES OF THE CARIBBEAN-Reihe. Sie genoß es, als Piratin genauso durchtrieben und gerissen sein zu können wie Captain Jack Sparrow. „Beide Figuren versuchen, die Quelle der Jugend zu finden, und Angelica besitzt Informationen, die Jack Sparrow braucht, und er Informationen, die sie benötigt“, erklärt Cruz. „Sie brauchen einander aus vielen unterschiedlichen Gründen. Und diesen Umstand versuchen sie zu nutzen, wenn sie zusammen auf einem Schiff festsitzen.“

„Die ganze Zeit über versuchen sie sich gegenseitig hereinzulegen, helfen einander aber gleichzeitig. Ihre Dialoge miteinander sind wie ein gemeinsamer Tanz, das alles ist sehr clever und ausgesprochen gut geschrieben. Ich halte unser Drehbuch für wirklich großartig.“

Angelica ist mitnichten eine gewöhnliche Piratin. Mit dem Schwert kann sie so gut wie jeder andere umgehen, Captain Jack eingeschlossen. Und sie kann es in jeder Situation mit ihm aufnehmen. Das liegt vielleicht daran, dass sie die Tochter des meistgefürchteten Piraten aller Zeiten ist – die Tochter von Blackbeard, der von Ian McShane dargestellt wird.

Für Penélope Cruz war McShane die perfekte Wahl für die Rolle von Blackbeard: „Ich finde die Besetzung von Ian McShane ausgesprochen clever, er ist einfach ein großartiger Schauspieler und bringt etwas in diese Figur ein, das sich jedem Klischee verweigert. Bei allem, was er macht, bringt er Wahrhaftigkeit ein. Und in den Augen seiner Figur sieht man etwas, das einem wirklich Angst einjagt.“

„Angelica ist eine Piratin und denkt wie eine Piratin“, beschreibt Cruz ihre eigene Rolle. „Sie ist durchtrieben, manipulativ und auch gefährlich, wenn es die Situation erfordert. Sie liebt es, Spiele zu spielen, hat jedoch ein gutes Herz, und immer ist ihr Beweggrund ein guter. Aber sie hat einen religiösen Hintergrund und sehr ausgeprägte Wertvorstellungen.“

„Angelica will sich nicht eingestehen, dass sie ihrem Vater nicht vertrauen kann“, fährt Cruz fort. „Sie will ihm die Chance geben, sich zu verändern, und hört nicht auf, dafür zu kämpfen. Das aber ist sehr schwierig.“

„Sie steckt also voller Widersprüche, und das macht meines Erachtens diese Figur so interessant. Sie weiß, dass sie zur Erreichung ihrer Ziele durchtrieben sein und Menschen manipulieren muss, zum Beispiel Jack Sparrow. Um ihm ebenbürtig zu sein, das weiß sie genau, muss sie eine sehr gute Lügnerin, eine sehr gute Schauspielerin und eine sehr gute Manipulatorin sein. Um ihre Ziele zu erreichen, kann sie jeden hereinlegen, aber letzten Endes ist das, was sie anstrebt, etwas Gutes.“

Zur Vorbereitung auf ihre Rolle musste Cruz lernen, mit dem Schwert zu kämpfen. „Vor Beginn der eigentlichen Dreharbeiten habe ich zwei Monate dafür trainiert“, erinnert sich die Schauspielerin. „Ich kannte also die ganze Choreographie, trainierte mit allen Spezialisten, allen Stuntleuten und meinem Stuntdouble - sie ist großartig.“

Regisseur Rob Marshall ging die Kampfszenen an, als wären es Tanznummern – eine Methode, die laut Penélope Cruz den Darstellern half, ihre Bewegungsabläufe leichter zu lernen: „In NINE gab es einige sehr große Musicalnummern. Für sie haben wir auf die gleiche Weise geprobt wie jetzt für die Kampfszenen. Rob hat die Kämpfe fast wie einen Tanz choreographiert, und das hat allen von uns dabei geholfen, sie schneller einstudieren zu können.“

Cruz bot sich die Gelegenheit, mit einigen der furchterregendsten Figuren des Films vor der Kamera zu agieren – mit den Zombies, die Blackbeards Crew bilden. Aber sie weist schnell darauf hin, dass sie nicht die geringste Angst dabei spürte: „Die Zombies können mich nicht wirklich schrecken, denn das waren alles großartige Typen, mit denen ich sechs Monate zusammen war. Einige von ihnen waren täglich fünf bis sechs Stunden beim Maskenbildner, und was hier das Make-up-Department geleistet hat, ist einfach erstaunlich.“

Wie Cruz erzählt, war jeder am Set ganz entzückt von den Meerjungfrauen, die bei der Suche nach der Quelle der Jugend eine wichtige Rolle spielen. „Jeder will doch Meerjungfrauen sehen. Wir haben uns alle schon vorgestellt, wie Meerjungfrauen wohl aussehen würden, gäbe es sie wirklich. Die Meerjungfrauen in diesem Film sind wunderschön, aber auch gefährlich. Ich erinnere mich, wie jeder am Set die Mädchen, die Meerjungfrauen und die Zeichnungen, die ein Bild von ihnen nach Einsatz aller Spezialeffekte vermitteln, sehen wollte. Und jetzt, da ich sie selbst gesehen habe, finde ich sie wirklich wunderschön. Sie sind sehr attraktiv, sehr sexy und geheimnisvoll.“

Für die Dreharbeiten zu PIRATES OF THE CARIBBEAN - FREMDE GEZEITEN konnte Cruz viele aufregende Originalschauplätze besuchen und auch an Bord von Blackbeards Piratenschiff, der Queen Anne’s Revenge gehen – eine Erfahrung, die die Schauspielerin mit ganzem Herzen genoss. „Es war einfach wunderschön, manchmal drehten wir mitten in der Nacht, bis die Sonne aufging. Auf diesem Schiff zu drehen, war pure Magie.“

„Wir hatten wirklich großes Glück, waren an so wunderschönen Drehorten auf Hawaii, auf Puerto Rico, auf dieser kleinen wunderschönen Insel Palominito, dann auch in London und Los Angeles. Es gab so viele Schauplätze, die wir für diesen Film besucht haben.“

Oscar®-Preisträgerin Penélope Cruz hat bereits eine Vielzahl von faszinierenden Figuren gespielt und damit bewiesen, dass sie eine der vielseitigsten Schauspielerinnen überhaupt ist. Sie ist die erste spanische Schauspielerin, die für den Oscar® nominiert wurde und den wichtigsten Filmpreis als „Beste Nebendarstellerin“ in VICKY CRISTINA BARCELONA („Vicky Cristina Barcelona“, 2008) auch gewann. Für Woody Allens Filmhit wurde sie außerdem mit dem Award der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA), dem New York Film Critics Circle Award sowie mit dem National Board of Review Award ausgezeichnet.

Darüber hinaus stand Cruz für viele weitere Filme vor der Kamera, drehte unter anderem mit Johnny Depp BLOW („Blow“, 2001), mit Nicolas Cage CORELLIS MANDOLINE („Captain Corelli’s Mandolin“, 2001), mit Tom Cruise VANILLA SKY („Vanilla Sky“, 2001), mit Matthew McConaughey SAHARA – ABENTEUER IN DER WÜSTE („Sahara“, 2005), mit Sir Ben Kingsley ELEGY ODER DIE KUNST ZU LIEBEN („Elegy“, 2008) und mit Daniel Day Lewis und Nicole Kidman NINE („Nine“, 2009). Mehrfach spielte sie in Filmen von Regisseur Pedro Almodóvar, darunter in VOLVER - ZURÜCKKEHREN („Volver“, 2006) und ZERRISSENE UMARMUNGEN („Los Abrazos Rotos“, 2009).

Waren Sie ein Fan der ersten drei Filme und wie groß war Ihre Begeisterung, als Ihnen die Rolle angeboten wurde?

Ich habe alle drei Filme gesehen und sie geliebt. Ich musste richtig lachen, als ich sie mir ansah, war ich verblüfft von dieser Figur, die Johnny erschaffen hatte. Ich erinnere mich noch, wie ich den ersten Teil sah und dachte „Wow, das ist wirklich mutig und absolut brillant.“ Ich war sehr glücklich, als mir Rob in Aussicht stellte, dass wir diesen Film zusammen drehen könnten. Wir waren gerade in London, die Dreharbeiten zu NINE („Nine“, 2009) näherten sich dem Ende, und er fragte mich: „Würdest Du gerne mit mir und Johnny bei PIRATES 4 mitmachen?“ Auf jeden Fall, sagte ich. In einem solchen Film hatte ich noch nie mitgespielt, und die Aussicht auf eine weitere Zusammenarbeit mit beiden machte mich sehr glücklich. Natürlich hatten Johnny und ich zu diesem Zeitpunkt zehn Jahre nicht mehr gemeinsam vor der Kamera gestanden.

Was gefiel Ihnen daran, wieder mit Johnny zu drehen, bei diesem Film wieder mit ihm zusammenarbeiten zu können?

Wir haben uns bei den Dreharbeiten zu BLOW („Blow“, 2001) wirklich sehr gut verstanden, sind Freunde geworden. Dann aber habe ich ihn für einen langen Zeitraum nicht gesehen. Nachdem ich jetzt aber, nach all diesen Jahren, wieder sehr viel Zeit an seiner Seite verbringen konnte, verstehen wir uns jeden Tag immer besser. Bei unserer Begegnung überraschte mich neben anderen Dingen ganz besonders, wie bescheiden er ist. Er ist jedem gegenüber so freundlich und liebenswürdig, er ist ein wirklich brillanter Kopf – ist smart, sehr clever, ein Schnelldenker und ausgesprochen komisch. Er ist einer der witzigsten Menschen, die ich kenne, und er hat ein großes Herz. Arbeitet man mit so jemandem zusammen, ist das eine besondere Erfahrung. Als Mensch ist er wirklich einzigartig.

Sie sprachen bereits die erneute Zusammenarbeit mit Rob Marshall an. Was gefällt Ihnen besonders an ihm als Regisseur?

Ich liebe Rob, die Zusammenarbeit bei NINE war für mich eine großartige Erfahrung. Ich wollte schon immer in einem Musical mitspielen. Er kommt aus der Welt des Tanzes, ist Tänzer und Choreograph. Und ich war Tanzschülerin. Ich habe 17 Jahre getanzt, wenn auch nie professionell. Ich kenne also die erforderliche Disziplin und die Opfer, die man bringen muss, um Profitänzer zu werden. Und genau das war Rob und dazu noch Choreograph. Deshalb bringt er die entsprechende Arbeitsmoral auch in seine Filme ein. Er bringt sie zum Set mit, und das wirkt sich auf den Ton des ganzen Films und auf die ganze Crew aus. Er erschafft diese großartige Familie von Menschen, die alle das gleiche Ziel verfolgen. Und jeder aus dieser Familie will ihn glücklich machen – wegen seiner Art und der Weise, wie er jeden behandelt.

Rob kann wirklich mit enormem Druck umgehen. Niemals wird er die Beherrschung verlieren, niemals respektlos gegenüber anderen sein. Ich habe das nicht ein einziges Mal bei ihm gesehen und dabei zwei Filme mit langen Dreharbeiten mit ihm absolviert. Dafür respektiere ich ihn wirklich, denn ich weiß genau, wie schwer es ist, für einen so großen Film wie diesen verantwortlich zu sein, wenn täglich 400 Leute Fragen stellen und dich wahnsinnig machen. Er ist zu jeder Zeit und jedem gegenüber liebenswürdig und sanft, selbst wenn er nur drei Stunden geschlafen hat. Er ist ein echter Gentleman, nichts an ihm ist gestellt.

Rob hat viel Neues in den Film eingebracht. Zum einen mehr Humor, außerdem erstmals 3D und eine Romanze für Sparrow – auch das eine Premiere. Ich verkörpere die erste Piratin [in der Filmreihe], und das ist ein erfrischender, sehr neuer und wirklich witziger Ansatz. Darüber bin ich sehr glücklich - wie auch insgesamt über den fertigen Film. Er bringt einen wirklich zum Lachen, hat auch ein großes Tempo. Er rast vorbei wie eine abgeschossene Kugel. Und dann ist Schluss und man fragt sich: Wirklich? Das sollen zwei Stunden gewesen sein? Ich weiß nicht genau, wie lang der Film tatsächlich geworden ist, aber man hat das Gefühl, als wären nur fünf Minuten vergangen. Und das ist Robs Verdienst.

Sie haben von der ersten Piratin gesprochen. Was ist das für eine Figur, wie sieht ihre Persönlichkeit aus?

Angelica ist eine Piratin und denkt wie eine Piratin. Sie ist durchtrieben, manipulativ und auch gefährlich, wenn es die Situation erfordert. Sie liebt es, Spiele zu spielen, hat jedoch ein gutes Herz, und immer ist ihr Beweggrund ein guter. Aber sie hat einen religiösen Hintergrund und sehr ausgeprägte Wertvorstellungen. Sie steckt also voller Widersprüche, und das macht meines Erachtens diese Figur so interessant. Sie weiß, dass sie zur Erreichung ihrer Ziele durchtrieben sein und Menschen manipulieren muss, zum Beispiel Jack Sparrow. Um ihm ebenbürtig zu sein, das weiß sie genau, muss sie eine sehr gute Lügnerin, eine sehr gute Schauspielerin und eine sehr gute Manipulatorin sein. Um ihre Ziele zu erreichen, kann sie jeden hereinlegen, aber letzten Endes, ist das, was sie anstrebt, etwas Gutes.

Sie versteht sich besonders gut darauf, Jack hereinzulegen. Wie sieht diese Dynamik zwischen den beiden aus, was werden wir über Angelica herausfinden?

Angelica ist auf einem persönlichen Rachefeldzug gegen Jack. Gleichzeitig aber braucht sie Jack, weil sie beide auf einer Mission sind, bei der der eine ohne den anderen nichts erreichen kann. Die ganze Zeit über versuchen sie, sich gegenseitig hereinzulegen, helfen einander aber gleichzeitig. Ihre Dialoge miteinander sind wie ein gemeinsamer Tanz, das alles ist sehr clever und ausgesprochen gut geschrieben. Ich halte unser Drehbuch für wirklich großartig. Es war wunderbar, mit Johnny diese Art Beziehung zu entwickeln. Wir kämpfen ja immer miteinander in den Filmen, die wir gemeinsam drehen. In BLOW waren wir miteinander verheiratet, stritten uns in jeder Szene. Auch in PIRATES OF THE CARIBBEAN - FREMDE GEZEITEN streiten wir viel, irgendwann müssen wir also einen Film finden, bei dem wir nicht als Feinde vor der Kamera stehen. Aber es sind bekanntlich immer Feinde, die sich lieben.

Warum braucht Angelica ihn? Wie sieht diese Mission aus? Um was geht es?

Beide Figuren versuchen, die Quelle der Jugend zu finden, und Angelica besitzt Informationen, die Jack Sparrow braucht, und er Informationen, die sie benötigt. Sie brauchen einander aus vielen unterschiedlichen Gründen. Und diesen Umstand versuchen sie zu nutzen, wenn sie zusammen auf einem Schiff festsitzen. Diese Beziehung zwischen den beiden zu entwickeln, hat wirklich großen Spaß gemacht.

Wie war das, als Sie das Schiff zum ersten Mal sahen, als sie zum ersten Mal an Bord eines Piratenschiffes gingen?

Es war unglaublich, auf diesem riesigen Schiff zu drehen. Einfach wunderschön. Manchmal drehten wir mitten in der Nacht, bis die Sonne aufging. Auf diesem Schiff zu drehen, war pure Magie. Wir hatten wirklich großes Glück, waren an so wunderschönen Drehorten auf Hawaii, auf Puerto Rico, auf dieser kleinen wunderschönen Insel Palominito, dann auch in London und Los Angeles. Es gab so viele Schauplätze, die wir für diesen Film besucht haben.

Wie muss man sich das vorstellen, ist es wie ein großes Abenteuer, wenn man so einen Film dreht?

Eines der wunderbaren Privilegien unseres Berufs ist es, so viel reisen und dabei wunderschöne Orte entdecken zu können. Alles, was wir auf Hawaii gesehen haben, war prachtvoll. Und manchmal kommt man dank eines Films an Orte, die man ohne diesen Beruf nie gesehen hätte oder, die nur schwer erreichbar beziehungsweise nur mit einer Sondergenehmigung zugänglich wären, wie diese ganzen Gebäude in England, die für diesen Film vor die Kameras kamen. Man lernt bei Filmen auch merkwürdige Dinge, bei diesem hier zum Beispiel den Schwertkampf.

Wie lernten Sie mit dem Schwert zu kämpfen? Wie bereitet man sich auf die Rolle einer Piratin vor?

Vor Beginn der eigentlichen Dreharbeiten habe ich zwei Monate dafür trainiert. Ich kannte also die ganze Choreographie, trainierte mit allen Spezialisten, allen Stuntleuten und meinem Stuntdouble - sie ist großartig. Was wirklich gefährlich war, konnte ich nicht übernehmen. Alle passten sehr gut auf mich auf - Rob, Johnny, Jerry, das Studio, einfach jeder.

Gefällt Ihnen die körperliche Herausforderung? Drehen Sie gerne solche Szenen?

Ja, das tue ich. Wir gingen die Kampfszenen an, als wären es Tanznummern. In NINE gab es einige sehr große Musicalnummern. Für sie haben wir auf die gleiche Weise geprobt wie jetzt für die Kampfszenen. Rob hat die Kämpfe fast wie einen Tanz choreographiert, und das hat allen von uns dabei geholfen, sie schneller einstudieren zu können.

Sie haben Blackbeard erwähnt. Was genau macht Blackbeard als Bösewicht so interessant?

Er ist wirklich gefährlich. Ich finde die Besetzung von Ian McShane ausgesprochen clever, er ist einfach ein großartiger Schauspieler und bringt etwas in diese Figur ein, das sich jedem Klischee verweigert. Bei allem, was er macht, bringt er Wahrhaftigkeit ein. Und in den Augen seiner Figur sieht man etwas, das einem wirklich Angst einjagt. Niemals denkt man „Oh, das also ist der Bösewicht.“ Ian hat eine sehr komplexe Persönlichkeit erschaffen. Ich finde das großartig, und es war ausgesprochen clever von Rob, ihn für diese Rolle zu besetzen. In meinen Augen ist Ian einfach wunderbar. Niemand hätte diese Rolle besser spielen können, das kann ich mir nicht vorstellen. Er ist wirklich ein erstaunlicher Schauspieler und dann hat er noch diese unglaubliche Stimme.

Ihre Figur will ihn retten, aber es gibt ja auch diese Reizbarkeit und Schärfe an Blackbeard. Keiner weiß genau, was er vorhat, auf welcher Seite er steht, richtig?

Absolut. Angelica will sich nicht eingestehen, dass sie ihrem Vater nicht vertrauen kann. Sie will ihm die Chance geben, sich zu verändern und hört nicht auf, dafür zu kämpfen. Das aber ist sehr schwierig.

Wie schätzen Sie diesen Film ein? Was gefällt Ihnen daran? Was ist das Besondere an diesem Film?

Viele Filme dieses Kalibers werden nicht gedreht, und ich glaube, dass es in Zukunft noch weniger werden könnten, denn solche Filme erfordern einen riesigen Produktionsaufwand. Als Schauspieler empfindet man es als großes Privileg, an einem solchen Film mitwirken zu können. Zunächst einmal bietet sich hier die Gelegenheit, als Mitarbeiter sehen zu können, wie diese Art Filme entstehen. Ich liebe es, in Europa zu drehen, und wenn ich in Amerika vor der Kamera stehe, tendiere ich in den meisten Fällen dazu, mir kleinere Projekte mit wenig Action auszusuchen, denn hier finde ich die interessantesten Charaktere. In diesem Film aber traf beides zusammen. Ich fand eine sehr interessante Figur in einem wirklich großen Film, hatte damit die Gelegenheit zu beobachten, wie diese Art Filme entstehen. Und die Welt der Piraten liebe ich, weil sie so anziehend, reizvoll und interessant ist. Es war also aus vielen Gründen eine großartige Erfahrung. Ich schätze mich glücklich, an diesem Film mitgewirkt zu haben.

Können Sie uns etwas von den Neuzugängen erzählen, die der Zuschauer erwarten kann, von den Meerjungfrauen und den Zombies? Wie aufregend und spannend waren diese Figuren?

Jeder will doch Meerjungfrauen sehen. Wir haben uns alle schon vorgestellt, wie Meerjungfrauen wohl aussehen würden, gäbe es sie wirklich. Die Meerjungfrauen in diesem Film sind wunderschön, aber auch gefährlich. Ich erinnere mich, wie jeder am Set die Mädchen, die Meerjungfrauen und die Zeichnungen, die ein Bild von ihnen nach Einsatz aller Spezialeffekte vermitteln, sehen wollte. Und jetzt, da ich sie selbst gesehen habe, finde ich sie wirklich wunderschön. Sie sind sehr attraktiv, sehr sexy und geheimnisvoll. Die Filmemacher haben hier wirklich wunderschöne Bilder kreiert.

Und wie sieht es mit den Zombies aus? Wie haben Sie reagiert, als Sie die Zombies zum ersten Mal sahen?

Die Zombies können mich nicht wirklich schrecken, denn das waren alles großartige Typen, mit denen ich sechs Monate zusammen war. Einige von ihnen waren täglich fünf bis sechs Stunden beim Maskenbildner, und was hier das Make-up-Department geleistet hat, ist einfach erstaunlich. Jeder von ihnen hat hart an diesem Look gearbeitet. Aufstehen um 3 Uhr morgens gehörte auch dazu.


PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN ist ab 22. September 2011 auf DVD, Blu-ray, Blu-ray 3D sowie als Download erhältlich.

ImageJohnny Depp spielt Captain Jack Sparrow in PIRATES OF THE CARIBBEAN: ON STRANGER TIDES („Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten“, 2011).

Für Johnny Depp war PIRATES OF THE CARRIBEAN - FREMDE GEZEITEN schlicht ein Herzensprojekt. Zum vierten Mal spielt er in diesem Film Captain Jack Sparrow und genoss es, wieder in die Stiefel seines alten Freundes Jack steigen zu können. 

„Nach dem Ende von PIRATES OF THE CARIBBEAN: AT WORLD’S END („Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt“, 2007) hatte ich die Hoffnung, Jack noch einmal darstellen zu können, irgendwo in meinem Hinterkopf. Gewissermaßen wartete ich nur darauf, dass jemand ein paar Jahre später wieder auf mich zukommen und mir sagen würde ‚Hey, wir haben folgende Idee...’“

Und zu Depps großem Vergnügen trat genau das schließlich auch ein. Produzent Jerry Bruckheimer, der als Steuermann alle Filme der Piratensaga auf die große Leinwand gebracht hatte, entwickelte zusammen mit den Drehbuchautoren Terry Rossio und Ted Elliott die neue Story auf der Basis von Tim Powers’ Roman „On Stranger Tides“ („In fremderen Gezeiten“) und stellte sie Johnny Depp vor. Nach seiner Zusage konnten für PIRATES OF THE CARRIBEAN - FREMDE GEZEITEN die Segel gesetzt werden.

Der Film ist ein eigenständiges Abenteuer über Jacks epische Reise auf der Suche nach der sagenumwobenen Quelle der Jugend. Eine Reise, auf der viele Gegner entschlossen sind, Jack aufzuhalten – darunter einige vertraute und einige neue Gesichter.

„Das zentrale Ziel ist es, die Quelle der Jugend zu finden“, konkretisiert Depp den Kern der Handlung. „Aber Jack ist nicht der Einzige, der sie finden will, neben ihm wollen das auch King George II, die Spanier und auch andere Piraten, wie zum Beispiel Blackbeard.“

Johnny Depp ist überzeugt, dass die Drehbuchautoren eine Geschichte für den Film entwickelt haben, die aufregend, spektakulär, witzig, romantisch und in Erzählstil und Erzähltempo dem Vorgängerfilm PIRATES OF THE CARIBBEAN: THE CURSE OF THE BLACK PEARL („Fluch der Karibik“, 2003) seine Reverenz erweist. Einem Film, der vor acht Jahren eine der erfolgreichsten Filmreihen des Gegenwartskinos begründete und vom Stapel laufen ließ.

„Meiner Ansicht nach ist die Geschichte geradliniger und einfacher“, führt Johnny Depp aus. „Im vierten PIRATES-Abenteuer ist alles etwas klarer angelegt, in seiner ganzen Art ähnelt es damit dem ersten Film. Wir führen die Charaktere ein und bewegen uns dann, ohne groß abzuschweifen, ohne zu viele Nebenhandlungen und Komplikationen einzubauen, von Punkt A über Punkt D zu Punkt Z.“

Jack Sparrow und die Möglichkeit, ihn darstellen zu können, nimmt in Depps Herzen einen besonderen Platz ein. „Ich fühle mich auf vertrautem Boden und sehr wohl dabei, Captain Jack spielen zu können“, erklärt der Superstar. „Denn im Grunde kann man dann alles sein, was man will. Man kann in jeder Situation völlig respektlos, subversiv und abstrakt sein, hat damit für die Arbeit ein echtes Sicherheitsnetz. Jack zu spielen, bereitet mir wirklich großes Vergnügen. Ich habe das jetzt schon ein paar Mal getan und kenne diesen Charakter deshalb so gut, dass sich die Darstellung ganz von selbst ergibt.“

Im Verlauf von 107 Drehtagen - ein gewaltiges Pensum - reiste das Produktionsteam um die Welt, von Hawaii nach Puerto Rico, von dort nach Los Angeles und schließlich nach London. In der britischen Metropole wurden die Dreharbeiten auch abgeschlossen, bevor sich Rob Marshall, Regisseur von CHICAGO („Chicago“, 2002) und NINE („Nine“, 2009), in den Schneideraum zurückzog, um dem Film den letzten Schliff zu geben.

Weil Gore Verbinski, Regisseur der ersten drei Teile der Piratenreihe, wegen einer Verpflichtung für ein anderes Projekt nicht mehr zur Verfügung stand, konnte nun ein anderer Filmemacher seinen eigenen Zauber in die Welt der Piraten einbringen. Und für Depp und auch seine Kollegen war Rob Marshall dafür die perfekte Wahl.

„Bestimmte Kandidaten wurden erwähnt“, erinnert sich Johnny Depp. „Und als Robs Name fiel, dachte ich nur ‚Jetzt haben wir ihn gefunden. Hoffentlich ist er auch ein netter Kerl.’ Ich habe alle Filme von ihm gesehen, er besitzt großes Einfühlungsvermögen. Wie er sich den Figuren annähert, ist einfach großartig und einzigartig, darüber hinaus ist sein ästhetisches Empfinden hervorragend ausgeprägt, und sein Timing ist perfekt. Wir haben uns also unterhalten, und von erstem Augenblick an wusste ich, dass er der Richtige war. Ich wusste es einfach.“

Image„Ich glaube, als Nachfolger für Gore hätte es keinen Besseren als ihn geben können“, setzt Depp seine Komplimente fort. „Was Gore mit den ersten drei Filmen aufgebaut hat, hat Rob sehr respektiert, sich aber gleichzeitig mit seiner eigenen Handschrift eingebracht. Er hat eine absolut neue Perspektive entwickelt, alles mit unverbrauchtem Blick betrachtet und einen neuen Look realisiert.“

Rob Marshalls eindrucksvolle berufliche Vita schließt auch Bühnen- und Musicalprojekte ein, und diese Erfahrungen waren nach Ansicht Johnny Depps von unschätzbarem Wert für die Choreographie der vielen Actionsequenzen in PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN. Wie der Schauspieler anmerkt, hatte Marshall eine klare Vision für den Film und erwartete, dass diese komplexen Sequenzen mit absolut perfektem Timing realisiert würden.

„Er arbeitet unglaublich effizient – nach dem Motto ‚Bleiben wir am Kern der Geschichte dran und lasst uns Spaß haben, während wir das tun.’ Sein Gespür für Timing ist unglaublich. Und dieses wie auch sein Inszenierungsstil gründen sich auf seinem Wissen über Choreographie. Wenn man auch nur einen Sekundenbruchteil von seinen Vorstellungen abwich, reagierte er sofort“, erklärt Depp.

Zu Beginn des Films, im London des 18. Jahrhunderts, gibt es eine spektakuläre Verfolgungsjagd durch ein Labyrinth von Kopfsteinplaster-Straßen. Dabei versucht Jack Sparrow, in gefährlicher Position auf Dach und Fahrersitz mehrerer Kutschen hockend, den Männern des Königs zu entkommen.

Depp arbeitete eng mit seinem Stuntdouble zusammen, übernahm aber viele dieser Verfolgungsszenen selbst. „Das ist wichtig, denn meine Figur hat eine ganz spezielle Körpersprache, die für mich auch bedeutsam ist. Obwohl das Stuntdouble seine Aufgabe perfekt beherrscht, muss man Captain Jacks Kopf ab und zu sehen können“, erklärt Depp lachend.

Humor, der über Körperbewegung und Körperausdruck entwickelt wird, ist ein wesentlicher Bestandteil der Entertainment-Mischung eines Films aus der PIRATES-Saga. Und genau diesen Humor liebt Depp, wie er offen zugibt: „Das tue ich. Ich liebe das, weil im Grunde all meine großen Helden aus der Stummfilmzeit stammen. Sie hatten noch nicht den Luxus der Sprache zur Verfügung, drückten alles mit Körpersprache aus.“

„Und das Schöne an den speziellen körperlichen Herausforderungen bei PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN war, dass Rob Marshall mit an Bord war. Er kommt aus der Welt des Tanzes und der Bewegung, bemerkt deshalb jede falsche Bewegung, jeden falschen Ton. Er war bei der Arbeit immer total engagiert, und in jedem einzelnen Moment war er großartig, ließ sich absolut nichts entgehen“, schwärmt Johnny Depp.

ImagePIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN führte Depp vor der Kamera wieder mit einigen Darstellern der Vorgängerfilme zusammen, darunter Kevin McNally als Joshamee Gibbs, als Jacks rechte Hand, und Geoffrey Rush in der Rolle von Jacks Erzfeind Captain Hector Barbossa.

„Kevin ist großartig, Joshamee ist Jacks Stellvertreter und ihm stets loyal ergeben“, erzählt Depp. „Und dann gibt es ja auch noch dieses großartige Dilemma zwischen Jack und Barbossa.“

In der Vergangenheit waren Jack und Barbossa Todfeinde, aber in PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN gehen sie auf der Suche nach der Quelle der Jugend eine unsichere und instabile Allianz ein. Und Depp liebt sichtbar diese Verbalduelle mit Rush vor der Kamera.

„Jack und Barbossa verbindet eine Art Hassliebe. Das ist fast schon auf dem Level einer Dynamik, wie man sie aus den Filmen mit Abbott und Costello kennt. Ich hatte schon immer den Eindruck, dass Geoffrey und ich für die PIRATES-Filme besetzt wurden, damit wir wie alte Hausfrauen in einem Bridge Club herumstreiten können.

„Wir hacken ständig und bei jedem Bisschen aufeinander ein, und ganz sicher ist er ein würdiger Gegner. In diesem Film hat sich Barbossa ziemlich verändert – und das nicht zum Besseren. Jede Figur folgt hier irgendwie nur ihrem eigenen Interesse“, erklärt Johnny Depp.

„Geoffrey ist ein fantastischer Schauspieler, der fortwährend erforscht, welche Möglichkeiten eine Szene bietet. Mit ihm gibt es immer einen frischen Ansatz, immer etwas Neues und Interessantes.“

Ein weiterer Veteran der PIRATES-Reihe ist Rock’n’Roll-Legende Keith Richards. Der Gitarrist der Rolling Stones tauchte als Captain Teague, als Jacks eigenwilliger und unberechenbarer Vater, erstmals im dritten Film der Saga, in PIRATES OF THE CARIBBEAN: AT WORLD’S END („Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt“, 2007) auf. Und sehr zum Vergnügen Johnny Depps gibt es im vierten Abenteuer ein Wiedersehen mit ihm.

„Keith wollte nur allzu gerne zurückkommen, solange das im Rahmen der Geschichte auch Sinn machte“, erzählte Depp lächelnd. „Ich finde, Terry [Rossio, einer der Autoren] hat seine Rückkehr wunderbar gelöst. Denn erneut taucht er genau zum richtigen Zeitpunkt auf und kümmert sich um seinen Jungen, passt auf Jack auf.“

„Ich habe Keith 1994 oder 1995 kennengelernt. Wir sind damals schnell Freunde geworden und hingen in den folgenden Jahren zusammen herum. Es war großartig, ihn bei PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN wieder mit an Bord zu haben, denn er war wunderbar und es hat mit ihm so großen Spaß gemacht.“

Image„Er ist faszinierend“, fährt Johnny Depp fort. „Ich kenne ihn schon sehr lange, und wenn man die Gelegenheit bekommt, mit ihm allein herumzuhängen, mit ihm im Schauspielerwohnwagen über Musik, Filme oder alles Mögliche zu quatschen, ist das eine reine Freude.“

Zu diesem neuen Piratenabenteuer stießen auch viele neue Charaktere hinzu. Penélope Cruz spielt Angelica, eine Frau aus Jacks bewegter Vergangenheit, die ihre eigenen Pläne verfolgt und Jack in jeder Hinsicht ebenbürtig ist. Depp und Cruz haben zuletzt vor zehn Jahren bei BLOW („Blow“, 2001) zusammengearbeitet, blieben danach aber enge Freunde.

„Penélope ist pure Dynamik, darauf kann man sich verlassen“, erzählt Depp lächelnd. „Wir haben vor Jahren gemeinsam einen Film mit dem Titel BLOW gedreht, und es war wunderbar, damals mit ihr zu arbeiten, wie auch jetzt, sie bei PIRATES OF THE CARIBBEAN - FREMDE GEZEITEN wiederzusehen. Sie ist wirklich eine reine Freude.“

Und Depp fährt mit einer Baseball-Analogie fort: „Penélope ist eine echte Schlagfrau. Man kann alles Mögliche hinauf in die Atmosphäre werfen, sie wird sich etwas schnappen und es dann als Curveball zurückschlagen, in dieser Hinsicht ist sie sehr stimulierend. Ich verehre sie, sie gehört zu meinen besten Freunden, und es war großartig, sie hier dabeihaben zu können.“

Eine weitere neue Figur ist Blackbeard, einer der gefürchtetsten Piraten aller Zeiten, der lustvoll von Ian McShane verkörpert wird. „Das Schöne an der Figur von Blackbeard ist, dass er von außen betrachtet ein rational handelnder Mann zu sein scheint“, beschreibt Johnny Depp den Widersacher von Captain Jack Sparrow. „Je besser man ihn aber kennenlernt, desto mehr wird einem klar, dass er ein eiskalter, absolut herzloser Killer ist. Um seine Ziele zu erreichen, würde er jeden betrügen und verraten, und genau das macht ihn so gefährlich.“

„Blackbeard war der wildeste und gemeinste von allen, das ist historisch belegt. Er kannte keinerlei Grenzen, war völlig unberechenbar. Und meiner Ansicht nach gibt es keinen Schauspieler, der ihn besser hätte darstellen können als Ian McShane.“

„Ian war einfach zum Brüllen, es machte riesigen Spaß, ihn um sich zu haben. Ich glaube ‚erfahren und reif’ sind die Wörter, die ihn am besten beschreiben. Denn er hat schon alles gespielt, ist schon sehr lange dabei. Er liebt die Schauspielerei immer noch, liebt seine Arbeit und macht sie wirklich gut – fehlerlos, mühelos und makellos.“

Das Produktionsteam stellte die Kameras an einigen historischen Wahrzeichen im Londoner Stadtteil Greenwich auf, darunter auch am Royal Naval College. Hier wurde eine Sequenz gedreht, die dann mit den Verfolgungsszenen verknüpft wurde, die man auf einem riesigen Dock-Set in den Pinewood Studios gefilmt hatte.

„Ich finde das interessant, Jack auf Londons Straßen zu sehen. Es ist interessant, ihn in einem Pub in London und damit auch in großer Nähe zum König von England zu sehen“, lacht Johnny Depp.

„Deshalb hielt ich es für eine tolle Idee, dort zu drehen. Und am Royal Naval College zu filmen, war absolut großartig – für mich war das eine Art Zeitreise. Es sah einfach perfekt aus.“

Während der Dreharbeiten in Greenwich erschien Depp im Outfit von Captain Jack Sparrow an einer Londoner Grundschule – zur freudigen Überraschung der Kinder. Die neunjährige Beatrice Delap, Schülerin an der Meridian Primary School, hatte mitbekommen, dass Depp ganz in der Nähe drehte und Captain Jack in einem Brief um Hilfe gebeten.

„Wir hier, in der Meridian Grundschule, sind ein Haufen angehender junger Piraten“, schrieb das Mädchen. „Und wir haben unsere Schwierigkeiten damit, eine Meuterei gegen die Lehrer anzuzetteln. Es wäre toll, wenn Sie vorbeikommen und uns zur Seite stehen könnten.“

Genau das taten Johnny Depp, ein paar Crewmitglieder und Statisten des Films dann auch. Sie überraschten Beatrice und ihre Mitschülerinnen auf einer eiligst zusammenberufenen Schulversammlung.

„Das war nett“, erinnert sich Depp. „Und das Schöne daran war, dass sich alles so unschuldig entwickelt hatte. Dieser kleine Brief ging aus der Schule an das Produktionsteam, von dort an einen meiner Mitarbeiter. Ich las ihn und dachte nur ‚Das müssen wir machen.’ Die Schule war ja nur etwa 270 Meter entfernt. So gingen ein paar Freunde und ich als Piraten verkleidet hinüber und improvisierten dort für 15 bis 20 Minuten. Es war großartig, und die Kinder waren einfach süß.“

Dass einige Szenen in London gedreht wurde, war aber nicht die einzige Premiere für Johnny Depp. „PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN wurde komplett in 3D gedreht. Ich stand zum ersten Mal vor 3D-Kameras, denn ALICE IN WONDERLAND („Alice im Wunderland“, 2010) war nachträglich zu 3D konvertiert worden. Es ist schon ein Unterschied, aber auch ein interessanter Prozess.“

„Wann immer in den letzten 25 Jahren eine Kamera mit neuem Filmmaterial geladen werden musste, setzte man dafür an der Rückseite ein riesiges Magazin auf. Jetzt braucht man dafür nur einen Computerchip. Das ist interessant und faszinierend, weil sich das eigene Verhältnis zur Linse verändert“, erläutet Depp.

Depp betont, dass es alle vier Filme der Piratensaga ohne Produzent Jerry Bruckheimer nie gegeben hätte: „Jerry kennt sich mit diesen Filmen sehr gut aus. Ich war mit ihm in zahllosen Drehbuchbesprechungen, und nie schlug er einen falschen Ton an, immer hatte er interessante Einfälle. Und hat man ein Problem, ist er immer derjenige, der sagt ‚Mach’ dir keine Sorgen, wir kümmern uns darum’. Am besten fasst man seine Qualitäten zusammen, indem man feststellt, dass er ein echter Produzent ist. Er ermöglicht uns allen eine Arbeitsatmosphäre, die uns dabei hilft, etwas Interessantes und Anderes machen zu können.“

Für Johnny Depp war es eine pure Freude, wieder in die wundersame Welt der PIRATES OF THE CARIBEAN - Reihe eintreten zu können, deshalb schließt er auch eine zukünftige Rückkehr als Captain Jack nicht aus. Tatsächlich gibt er zu, nach Beendigung der Dreharbeiten zu PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN, als er Jack zurücklassen musste, ein kleines Verlustgefühl gespürt zu haben.

„Wenn man aufgehört hat, Captain Jack zu spielen und diese Rolle ablegt, stellt sich ein echter Druckabfall ein. Bis zu einem gewissen Grad trifft das auf alle Figuren zu, die man spielt. Aber besonders bei Jack ist es fast unangenehm, wieder aus dieser Rolle zu schlüpfen, denn ich fühle mich wohl in seiner Haut. Ich habe das wirklich genossen.“

„Und die Vorstellung, wieder in Jacks Stiefel zu steigen, ist keine unangenehme. Ich liebe diese Figur und habe nicht das Gefühl, dass uns die Ideen für neue Situationen oder Geschichten ausgehen könnten. Je nachdem, wie das Drehbuch ausfällt und was wir uns einfallen lassen würden, würde ich eine Rückkehr ganz sicher in Betracht ziehen.“


PIRATES OF THE CARIBBEAN - FREMDE GEZEITEN ist eine Koproduktion von Walt Disney Pictures und Jerry Bruckheimer Films und ist ab 22. September 2011 auf DVD, Blu-ray, Blu-ray 3D sowie als Download erhältlich. Ted Elliott und Terry Rossio schrieben die Story und das Drehbuch, griffen dabei auf Charaktere zurück, die sie selbst in Zusammenarbeit mit Stuart Beattie und Jay Wolpert erschaffen hatten. Anregungen für Story und Drehbuch fand das Autorenduo bei Tim Powers’ Roman „On Stranger Tides“ („In fremderen Gezeiten“).

 

 

INSIDIOUS

Interview mit JAMES WAN und LEIGH WANNELL geben erste Details zum neuesten Horror-Schocker INSIDIOUS preis.

weiterlesen

 

 

 

 

Jeff Bridges

JEFF BRIDGES (Kevin Flynn) gehört zu Hollywoods erfolgreichsten Darstellern und wurde bereits fünfmal für den Oscar nominiert. Im letzten Jahr honorierte man seine Leistung als Hauptdarsteller von CRAZY HEART („Crazy Heart”, 2009) verdientermaßen mit dem Oscar.

weiterlesen
DEVIL

Interview mit Regisseur JOHN ERICK und Executive Producer DREW POWDLE über die Arbeit an DEVIL

weiterlesen

 

 

 

 

 

DEVIL

Interview mit M. NIGHT SHYAMALAN in englischer Sprache über die Arbeit an DEVIL

weiterlesen

 

 

 

 

Robin Beck

Die Dresdner Chartstürmer POLARKREIS 18 schicken sich an, mit ihrer neuen Single "Unendliche Sinfonie" und dem kommenden Hammeralbum "Frei" erneut die Spitze der Charts zu erklimmen.

Multi-Instrumentalist Ludwig Bauer stand uns Rede & Antwort zu allen News aus dem Hause PK18

weiterlesen

 

 

 

Unthinkable

Von der Matrix zum FBI: Carrie-Anne Moss kämpft sich durch

Im Latex-Outfit zum Leinwandstar? Was schon diverse hoffnungsvolle Starlets geradewegs ins Aus katapultiert hat, bescherte Carrie-Anne Moss einst den ganz großen Durchbruch. Im hautengen Bodysuite fightete sie sich damals durch die Matrix und wurde zur Leinwand-Legende. In Unthinkable (seit 25. Februar auf DVD und Blu-ray-Disc erhältlich) kämpft sie nun nicht minder spannend gegen die Zeit. Als FBI-Agentin Helen Brody muss sie einen Terroristen zum Reden bringen, um zahllose Menschenleben zu retten. Immer wieder fordern ihr die zweifelhaften Methoden des Verhörspezialisten „H“ (Samuel L. Jackson) Entscheidungen ab: Aufgeben oder Weitermachen?  Eine Frage, vor der die kühle Schauspielerin und dreifache Mutter wohl auch im wahren Leben mehr als einmal stand. Ihr Weg zum Erfolg war nämlich lang und holprig.

Auf Umwegen nach Hollywood

Die schöne Schauspielerin wurde keineswegs über Nacht zum Star. 1967 in Kanada geboren, stellte sie zunächst ihr gesangliches Talent unter Beweis und tourte zusammen mit dem Schulchor bereits in ihrer Jugend durch Europa. Nach der Schulzeit tauschte sie dann die Bühne gegen den Laufsteg ein und versuchte sich als Model. Die große Karriere war das allerdings nicht, wie die hübsche Kanadierin später in Interviews verriet: „Ich war nie ein erfolgreiches Model. Es war wie ein Aushilfskellnerjob. Nichts anderes.“ Doch immerhin, der Beruf führte sie nach Spanien, wo sie Ende der 80er Jahre eine Rolle in der CBS-Serie Dark Justice (dt. Die Verschwörer) ergatterte. Im Laufe der Serie wurden die Dreharbeiten von Spanien nach L.A. verlagert – und Carrie-Anne Moss folgte dem Ruf der Traumfabrik. Dort angelangt musste sie allerdings erst einmal feststellen, dass man dort nicht gerade auf sie gewartet hatte…

Der harte Kampf nach oben

Wie so viele ambitionierte Nachwuchstalente musste auch Carrie-Anne Moss zu Beginn ihrer Schauspiel-Karriere mit kleineren Rollen in diversen TV-Produktionen Vorlieb nehmen, darunter Serien wie Baywatch, Models Inc. und Viper. Ihr Filmdebüt gab Moss 1993 in dem Fernsehfilm Flashfire. Im selben Jahr stand sie auch für die Krimiserie Matrix vor der Kamera. Genau, richtig gelesen – schickte da das Schicksal schon augenzwinkernd einen Gruß voraus? Denn den großen Durchbruch schaffte Carrie-Anne bekanntlich erst sechs lange Jahre später in der gleichnamigen Kinoproduktion. Zufall? Wahrscheinlich. Weniger zufällig war jedoch die Besetzung der weiblichen Hauptrolle Trinity mit der kühlen Kanadierin: Bereits beim Casting wurde Moss von den Wachowski-Brüder, die bei dem Film Regie führten, hart auf die Probe gestellt. Doch schlussendlich gelang es ihr, die beiden von sich überzeugen – nicht zuletzt wegen ihrer Kampfportkenntnisse, mit deren Hilfe sie sich an der Seite von Keanu Reeves endlich ihren filmischen Durchbruch schaffte

„Stark und verletzlich“

Nach dem Riesenerfolg von Matrix konnte die toughe Moss zwar nicht mehr mit Sonnenbrille vor die Tür gehen, ohne sofort als „Trinity“ erkannt zu werden. Dafür aber durfte sie sich ihre Rollen fortan aussuchen. Und bei der Auswahl bewies sie durchaus ein glückliches Händchen. Mit Filmen wie Red Planet, Chocolat oder dem Mystery-Thriller Memento unter der Regie von Christopher Nolan konnte sich Carrie-Anne Moss weiter im Filmgeschäft etablieren. 2003 schlüpfte sie dann wieder in ihre sexy Latex-Pelle und drehte die Fortsetzungsteile der Science-Fiction-Trilogie Matrix Reloaded und Matrix Revolutions. Ihre Filmfigur Trinity beschrieb sie damals als „stark und verletzlich wie ich“. Mit den gleichen Worten kann man nun auch die FBI-Agentin Helen Brody charakterisieren, die Moss in ihrem aktuellen Streifen Unthinkable verkörpert.

An der Seite von Samuel L. Jackson stellt sie sich in dem packenden Thriller ihrer vielleicht härtesten Auseinandersetzung: dem Kampf gegen die eigenen moralischen Grundsätze. Wohin diese innere Zerreißprobe führt, ist  seit dem 25. Februar zu erfahren - denn seitdem ist  Unthinkable auf DVD und Blu-ray-Disc im Handel erhältlich. 

Duncan Jones

Was fasziniert Sie an dieser Geschichte?

Der Mond bietet sich so offensichtlich als Schauplatz für eine Science-Fiction-Story an, aber er wird meistens ignoriert. Es ist erst vierzig Jahre her, dass wir zum ersten Mal auf den Mond flogen. Ich bekomme eine Gänsehaut bei dem Gedanken, dass der Mond vielleicht bald die Quelle sein könnte, aus der wir unseren Planeten für die nächsten hundert Jahre mit Energie versorgen. Aber unabhängig davon hat doch sowieso jeder eine persönliche Verbindung zum Mond: Jede Nacht gucken wir hoch zu ihm, jede Nacht haben wir da Science Fiction, direkt vor unseren Augen.

Wie kamen Sam Rockwell und Kevin Spacey zu diesem Film?

Nachdem ich die Rolle speziell für Sam Rockwell schrieb, musste es entweder eine große Herausforderung für ihn sein, den Part zu spielen, oder zumindest Spaß versprechen. Außerdem brauchte die Geschichte auch einen Reiz für das Mainstream-Publikum. Deshalb hatte ich schließlich die Idee, dass Sam mehrere Rollen gleichzeitig spielen sollte. Das würde alle unsere Richtlinien abdecken: Sam hätte seine Herausforderung als Schauspieler, die Besetzung bliebe minimal, und wir könnten uns auf einen bestimmten Typ von visuellen Effekten konzentrieren. Ich spielte mit dem Ansatz, einen einsamen Mann auf einer Mondbasis zu platzieren, und zu diesem Grundgedanken passte auch das Klonen, die Vervielfachung von Sam. Ich wurde ganz aufgeregt, als ich darüber nachdachte, ob man sich wohl mögen würde, wenn man sich auf einmal selbst gegenüber stände. Ich glaube, das ist die brutalste, ehrlichste und menschlichste Frage, die es gibt – und das macht sie perfekt für einen Science-Fiction-Film. Kevin Spacey kannte bereits das Script, aber er wollte einen Rohschnitt des Films sehen, bevor er eine Entscheidung traf. Obwohl der Ton nur ersatzweise und die Effekte noch gar nicht drin waren, hat es ihn umgehauen. Kevin Spacey war begeistert von dem, was Rockwell da bot. Er hat sofort den Vertrag unterschrieben.“

Wie war das Besondere bei der Produktion von MOON?

Es war eine ziemlich verzwickte Aufgabe, MOON zusammenzubasteln. Wir wollten eine minimale Besetzung und die völlige Kontrolle über unseren Drehort. Und wir wollten den letzten Tropfen Leinwandpräsenz aus unseren Spezialeffekten herauspressen. Der Film war technisch und logistisch sehr kompliziert. Wir hatten 33 harte, sehr von der Technik abhängige Drehtage in den Shepperton Studios. Wir arbeiteten in genau der Umgebung, in der Ridley Scott vor etwa 30 Jahren Alien gedreht hatte. Ich bin im goldenen Zeitalter der Science-Fiction-Filme aufgewachsen. Wenn also ‚Gerty‘ [der Stationscomputer in MOON] oder ‚Sarang‘ [die Mondstation] ein Design haben, das eine bestimmte Retro-Ästhetik besitzt, dann ist das nicht zufällig so. Es ist die Inspiration der Filme, die wir geliebt haben, als ich aufgewachsen bin: Alien, Silent Running, Outland, und 2001: A Space Odyssey. Es ist eine Hommage an diese Filme und ihre Zeit. 

Gibt es eine Szene, die Ihnen besonders vom Shooting in Erinnerung geblieben ist?

Es gibt einen Grund, warum man ‚Indie-Film‘ und ‚Science-Fiction-Film‘ so selten im selben Satz hört. Science Fiction ist das Genre, das am meisten Tricks und Ausstattung braucht, und das kann man mit einem ‚Indie‘-Budget natürlich nie finanzieren. Wir wollten mit dem Film eine Geschichte erzählen, die einerseits sehr persönlich ist, andererseits einen universellen Anspruch erfüllt. Eine bestimmte Szene war so kompliziert, dass wir sie einige Tage aussetzen mussten, um darüber nachzudenken. Aber es hat sich gelohnt – es ist einer der Momente des Films geworden, bei dem der Zuschauer sich anschließend fragt, wie wir das gemacht haben...

Was war die größte Herausforderung an diesem Film?

Einen waschechten Science-Fiction-Film zu drehen, mit einer spannenden Story, einem außergewöhnlichen Schauspieler, einem Sack voll bester Spezialeffekte - und wir haben das in 33 Tagen mit einem niedrigen Budget geschafft. 

Was sollen die Zuschauer aus diesem Film mitnehmen?

Ich bin ein Nerd, ein Sci-Fi-Freak – aber ich bin auch hoffnungslos romantisch und ich liebe Filme. Ich wünsche mir, dass die Science Fiction Fans dieser Welt sich bei dem Versuch überschlagen, all die Zitate und kleinen Hommagen zu entdecken, mit denen wir an vergangene Science-Fiction-Filme erinnern wollen. Und am allermeisten wünsche ich mir, dass die Menschen, die diesen Film lieben, sagen: „Das war richtig gut. Ich bin gespannt, was diese Jungs als Nächstes vorhaben...“

The Tourist am SetWer als Deutscher einen Oscar abräumt, dem stehen alle Türen offen. Auch die zur Traumfabrik. Drei Jahre nach seinem Sensationserfolg mit „Das Leben der Anderen“ präsentiert Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck mit „The Tourist“ (Kinostart: 16. Dezember) seinen ersten Hollywood-Streifen mit keinen geringeren als Angelina Jolie und Johnny Depp in den Hauptrollen.

weiterlesen

Cathleen SchineInterview mit Cathleen Schine zu »Die drei Frauen von Westport«

 

weiterlesen

PK 18

Die Dresdner Chartstürmer POLARKREIS 18 schicken sich an, mit ihrer neuen Single "Unendliche Sinfonie" und dem kommenden Hammeralbum "Frei" erneut die Spitze der Charts zu erklimmen.

Multi-Instrumentalist Ludwig Bauer stand uns Rede & Antwort zu allen News aus dem Hause PK18

weiterlesen
SzenebildPortrait: Roman Duris
Herzensbrecher mit Charme und extra viel Humor
 

 


weiterlesen

 

 

M.A.N.D.Y.

WIR SIND DIE NACHT – Interview mit Philipp Jung und Patrick Bodmer von M.A.N.D.Y.

 

 


weiterlesen

30 DoNSTREET DANCE 3D kommt als 3D-Blu-ray.

Im Gespräch mit Gerold Marks, dem Betreiber des DigitaleLeinwand.de.-Blogs, Deutschlands größter Website zum Thema 3D, wollen wir alle Fragen zum Thema 3D- @ Home klären. Er ist ein ausgewiesener Kenner der dreidimensionalen Unterhaltungswelten..

 


weiterlesen

30 DoN30 DAYS OF NIGHT: DARK DAYS

Fragen und Antworten mit Regisseur/Koautor Ben Ketai, Graphic-Novel-Autor/Koautor Steve Niles, Produzent J.R. Young und den Darstellern Kiele Sanchez, Diora Baird und Rhys Coiro

Interview von Harrison Pierce am 23.07.2010
30 Days of Night: Dark Days Gruppeninterview bei der Comic-Con
The Westin Gaslamp Quarter, San Diego, Kalifornien

weiterlesen

Soilwork

Soilwork - Von wegen Panikmache…

Fünf Jahre sind vergangen, seit die Schweden-Happen das letzte Album mit dem zwischenzeitlich an anderen Projekten arbeitenden Peter Wichers veröffentlicht haben. Fünf Jahre, in denen mit „Sworn To A Great Divine“ lediglich ein Album veröffentlicht wurde, das nicht ganz mit den früheren Meisterwerken mithalten konnte. Nun ist Peter zurück und hat die songwriterischen Zügel wieder fest in der Hand. Ob es sich auch auf die Qualität der Songs ausgewirkt hat, die auf „The Panic Broadcast“ zu entdecken sind, haben wir im Folgenden mit Peter am Telefon eruiert.

weiterlesen

Nevermore

Nevermore - Wahre Sprüche aus der Gerüchteküche

Die Metal-Walze aus Seattle rollt endlich, nach fünf langen Jahren des Wartens, mit ihrem neuen wie genialen Geniestreich „The Obsidian Conspiracy“ über den headbangenden Globus.  Seit der Gründung von Nevermore, mit Warrel Dane am Gesang, Jim Shepherd am Bass, Jeff Loomis an der Gitarre und Van Williams am Schlagzeug, die anno 1995 nach dem Aus der Gruppe Sanctuary stattfand, verdiente sich der Ausnahme-Vierer mit seinen sechs grandiosen Alben und damit Meilensteinen des metallischen Horizonts in komplett neu erschaffenem Soundgewand, den Aufstieg in den Metal-Olymp. Nach dem neuesten Album wird ihnen dieser Platz wohl weiterhin sicher sein. Sänger Warrel Dane, mit dem ich bereits einige sehr denkwürdige, urkomische Momente erleben durfte, plauderte über das neue Album, außerordentlich freudige Zukunftspläne und so manche Erinnerungen…

weiterlesen

Bülent Ceylan

Bülent Ceylan - Ein Rocker mit Träumen

Wer kennt ihn noch nicht, den deutschtürkischen, langhaarigen, headbangenden Comedian aus Mannheim? Seit fast zwölf Jahren ist er nun dabei, im Comedy-Zirkus zwischen Club, Halle und TV – Bülent, der Sohn einer Deutschen und „des ersten türkischen Einwanderers in Deutschland“… so zumindest erklärt er seine Herkunft im Programm. Der sympathische, äußerst natürliche Frauenmagnet ist nicht nur der erste StandUp-Comedian im HARD TIMES, sondern auch noch zurecht darin vertreten, denn: Bülent ist bekennender Metalhead! Bei seinem Tourstop in Hirschaid nutzten wir die Gelegenheit, dem Comedy-Preisträger 2009 in metallischer Weise auf den Zahn zu fühlen…

weiterlesen

Umbra Et imago

Umbra Et Imago - Das Leben nach dem Tod

Wieder verabschiedet sich eine Szenegröße von der Platten veröffentlichenden Front, weil es sich heute einfach nicht mehr lohnt, Musik zu produzieren und zu veröffentlichen. Dennoch haben die Karlsruher um Chefdenker Mozart eine erneut sehr interessante Scheibe geschaffen, die den gierigen Fans sicher mehr als einen Schauer über den bleichen Buckel jagen wird. So bleibt vor dem Interview ein zweigespaltenes Gefühl, ob es denn nun ein erfreulicher oder eher trauriger Talk werden würde. Die Zweifel waren schnell dahin, als ein extrem gut gelaunter Mozart ein lautes „Guuuuten Tach!!!“ ins Telefon schmetterte...

weiterlesen

Halestorm

Halestorm - Wenn Märchen wahr werden...

Ungewöhnlicher kann eine Karriere im Rock Business heutzutage eigentlich nicht verlaufen, als die von der jungen, charismatischen Newcomer Hard Rock Truppe Halestorm aus Pennsylvania, USA. Basierend auf dem Nachnamen der Geschwister Lzzy Hale (Vocals) und Arejay Hale (Drums), zeigte sich bei dem anfänglichen Kiddy-Duo Halestorm bereits im frühen Alter von 13 und 10 Jahren, der Hang und Drang zum Hard Rock. Wie sich alles bis zum gerade erst erschienenen Debutalbum entwickelte, erfuhren wir von der nettesten Band der Welt, nach ihrem grandiosen Auftritt bei Rock im Park, bei einem kuscheligen Gespräch…

weiterlesen

Indica

Indica - Der schokoladige Schlüssel des Lebens

Es waren einmal fünf hübsche finnische Mädchen in einem Jugendorchester. Die beschlossen in jungen Jahren eine All-Girl-Band zu gründen und fortan zusätzlich zu den klassischen erlernten Instrumenten auch moderne elektrische zu verwenden. Einige Jahre später standen die mittlerweile jungen Frauen mit einem Plattenvertrag in der Tasche im Rampenlicht, denn ihr erstes Werk „Ikuinen Virta“ in 2004 schlug in der Heimat ein wie eine Bombe und wurde mit Platin veredelt. Fortan wurden noch drei weitere Perlen auf den finnischen Markt gebracht, die allesamt erfolgreich waren und Indica zu einem Pop Rock Act der Oberliga werden ließen. Als Nightwish-Kopf und –Songwriter Tuomas Holopainen die Gruppe entdeckte, orakelte er ihr einen noch größeren Erfolg über die Grenzen Finnlands hinaus und nahm sie als Support mit auf Tour. Dadurch wurde das Label Nuclear Blast, das auch Nightwish unter Vertrag hat, auf die Band aufmerksam und kaum hat man sich versehen, ward der neue Bund geschlossen und Indica wurden zum Chefthema bei den Württembergern.

weiterlesen

BTD / BSA

Before The Dawn / Black Sun Aeon - A Workaholic's Portrait

Nach einigen Anläufen und terminlichen Unvorhersehbarkeiten habe ich es tatsächlich geschafft, das derzeit wohl umtriebigste Arbeitstier der europäischen Metal-Szene ans Telefon zu zerren: Toumas Saukkonen, Sänger, Songwriter, Producer, Gitarrist, Keyboarder und Schlagzeuger in Personalunion, der zuletzt vor allem durch seine beiden Projekte BEFORE THE DAWN und BLACK SUN AEON mit beeindruckenden Releases zu begeistern wußte. Wer denkt, daß der Gute damit eigentlich genügend ausgelastet sein sollte, der darf sich im Folgenden gern eines Besseren belehren lassen.

weiterlesen

Pretty Maids

Pretty Maids - Sex, Humor und Pandora's Produzenten-Kiste

Kaum eine andere Band hat sich seit den frühen 80ern in Sachen qualitativ hochwertiger Releases und Live-Performances, ohne größere Unterbrechungen, mit einer vergleichbaren Konstanz hervorgetan, als die dänische Metal-Institution Pretty Maids. Daß mit dem neuen Album "Pandemonium" aber das beste Scheibchen seit "Future World" ausgebrütet wurde, damit war nun wirklich nicht zu rechnen. Wie es dazu kam, konnte im folgenden Gespräch mit einem äußerst gut gelaunten Ronnie Atkins erörtert werden.

weiterlesen

John Norum

John Norum - Verscherze es Dir nicht mit den Wikingern!

Europe sind zurück und aktiver denn je. Dennoch scheint Saitenvirtuose John Norum noch immer nicht voll ausgelastet zu sein, denn im Europe-Album-Recording, -Promo- und Tourstreß fand er noch Zeit, seine mittlerweile achte Soloscheibe "Playing Backyard Blues" einzutüten. Wir hatten Gelegenheit, an einem (wie die Wochen zuvor auch) arschkalten, verregneten Tag, ein sehr entspanntes Telefonat mit dem wie immer sehr angenehmen Gesprächspartner zu führen.

weiterlesen

John Garcia plays KYUSS

John Garcia - One Inch Man

Die Ikone des kalifornischen Staubwüstenrocks John Garcia ist unterwegs und serviert unter der Projektbezeichnung „Garcia plays Kyuss“ alte Kyuss-Songs. Die Fans durften auf MySpace zur Setlist beitragen, und nun ein bißchen darüber hinwegkommen, daß sich die Band in den frühen 90er Jahren viel zu früh getrennt hat. Obwohl Kyuss seinerzeit der große Durchbruch verwehrt blieb, scheint sich die Erkenntnis durchzusetzen, daß damals abseits der Grunge-Welle ein neues Genre mit Kultpotential entstand, für das der geneigte Gourmet inzwischen weit offene Ohren hat. Hard Times sprach mit dem Urgestein des Stoner-Rocks in München und erfuhr, wie Kyuss-Klassiker entstanden und was John Garcia selbst als Überraschung für die schmachtenden Fans im Köcher hat.

weiterlesen

Breed 77

Breed 77 - Insektenschwarm aus Gibraltar

Außergewöhnliche Metalsounds mit einer Portion Kulturmixtur erhält der Rockfan dieser Tage von einer sehr talentierten Truppe aus Gibraltar, der metallisch unwirtlichsten Ecke Süd-Europas. Breed 77 besteht aus fünf virtuosen Köpfen, die sich dem Metal verschrieben haben und ihre ganz eigene Melange aus progressiven, harten Elementen und traditionellen spanischen Flamenco-, sowie arabischen Klängen auf ihrer neuesten Scheibe „Insects“ präsentieren, die seit Ende Mai erwerblich ist. Der frische Bund mit dem heimischen Label earMusic/edel trägt erste Früchte mit hervorragender Resonanz der Fachpresse und darf auf eine großartige Laufbahn der Ethno-Truppe hoffen lassen. Gitarrist und Sprachrohr Danny Felice beatwortete die per Email nach London ans Bandmanagement übermittelten Fragen in sagenhaft kurzen 83 Minuten – wobei es sich meiner Kenntnis entzieht, wann er die Fragen von dort erhielt! -, daß er mit seiner Aktion als unangefochtener Rekordhalter im Beantworten von Interviewfragen in die Annalen des Hard Times Magazins eingehen wird! Danke Danny!! ;-))

weiterlesen

Anathema

Anathema - Bis zum Horizont und noch viel weiter!

Lange Zeit war es verdammt still um die avantgardistischen Nord-Engländer geworden. Sieben Jahre nach der letzten offiziellen Scheibe legen die Briten nun mit "We're Here Because We're Here" ein bärenstarkes Comeback-Album vor, zu dessen Entstehung und den Geschehnissen der vergangenen Jahre mir Gitarrist & Sänger Vincent Cavanagh Rede und Antwort stand.

weiterlesen

Event Kalender

<<  February 12  >>
 Mo  Tu  We  Th  Fr  Sa  Su 
    1  2  3  4  5
  6  7  8  9101112
13141516171819
20212223242526
272829    

Popup Module

This is the Popup Module feature. Assign any module to the popup module position, and ensure that the Popup Feature is enabled in the Gantry Administrator.

You can configure its height and width from the Gantry Administrator.

More Information