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Cannibal Corpse
CANNIBAL CORPSE gehören ohne Frage mit zu den extremsten und gnadenlosesten Combos, die die Death Metal-Szene zu bieten hat. Dieses Konzept verfolgen die fünf Jungs nicht nur musikalisch, auch ihre Texte und Coverartworks sorgen regelmäßig für Aufsehen und lassen die Liste der Länder, in denen jegliche Verbreitung von Veröffentlichungen oder gar Liveshows der Truppe verboten sind, immer länger werden. Nach mittlerweile zwei Jahrzehnten und zehn Studioalben ist es ihnen mit ihrem neuen Haßbatzen „Evisceration Plague“ mal wieder gelungen, vielen Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen und, nach über zwei Jahren, locker an das Vorgänger-Meisterwerk „Kill“ anzuknüpfen und dieses sogar noch zu toppen. Grund genug für uns, mal bei Bassist Alex Webster durchzuklingeln und einen Lagebericht aus dem Kannibalenlager abzufragen.

CANNIBAL CORPSE gehören ohne Frage mit zu den extremsten und gnadenlosesten Combos, die die Death Metal-Szene zu bieten hat. Dieses Konzept verfolgen die fünf Jungs nicht nur musikalisch, auch ihre Texte und Coverartworks sorgen regelmäßig für Aufsehen und lassen die Liste der Länder, in denen jegliche Verbreitung von Veröffentlichungen oder gar Liveshows der Truppe verboten sind, immer länger werden. Nach mittlerweile zwei Jahrzehnten und zehn Studioalben ist es ihnen mit ihrem neuen Haßbatzen „Evisceration Plague“ mal wieder gelungen, vielen Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen und, nach über zwei Jahren, locker an das Vorgänger-Meisterwerk „Kill“ anzuknüpfen und dieses sogar noch zu toppen. Grund genug für uns, mal bei Bassist Alex Webster durchzuklingeln und einen Lagebericht aus dem Kannibalenlager abzufragen.
Zuerst muß ich mal loswerden, daß Euer Album wiedermal ein weiteres großartiges Werk in der CANNIBAL CORPSE-Diskographie darstellt… was aber auch durchaus zu erwarten war. Diese Tatsache bringt mich dazu, einen Vergleich mit anderen großen Bands zu ziehen, die bekannt sind für ihr konstantes und verläßliches Songwriting, wie z.B. Slayer oder Iron Maiden. Ist es Euer Bestreben, immer den typischen CANNIBAL CORPSE-Sound aufzufahren, um vielleicht Enttäuschungen bei den Fans zu vermeiden?
Wir versuchen auf alle Fälle, daß jedes unserer Alben purer Death Metal im CANNIBAL CORPSE-Stil ist, aber wir experimentieren manchmal auch ein wenig. So lange eine neue Idee beim Songwriting noch unseren Death Metal-Vorgaben gerecht wird, werden wir ihr nachgehen.
Könnte da überhaupt genug Platz für etwas „Neues“ sein, wenn es denn gewünscht wäre?
Ich denke, es gibt immer Raum für neue Ideen, solange sie düster und aggressiv sind. Wenn ein Death Metal-Musiker eine neue Methode erschafft, etwas hart und böse klingen zu lassen, sollte er es definitiv tun. ;-)
Euer Geschmack bezüglich der Plattencover ist jedesmal etwas fragwürdig. Soll hier eine bestimmte Message hinter dem Ganzen stehen, oder ist das jeweils nur das Produkt Eurer Affinität zu Horrorszenarios?
Da ist nicht wirklich eine Message in unseren Covers, sie sind einfach nur fiktionales Horror-Entertainment. Wir wollen, daß die Artworks so brutal und düster sind wie unsere Musik.
Wie ernst nehmt Ihr Euch eigentlich selbst und alles was mit CANNIBAL CORPSE zu tun hat… angefangen bei der Musik, über Eure Shows oder auch Interviews?
Wir arbeiten sehr hart an unserer Musik und nehmen sie daher sehr enrnst. Aber wir als einzelne Personen sind keinem Scherz gegenüber verschlossen. Wir stehen eigentlich alle genauso auf Komödien, wie auf Horror-Filme. Aber wenn´s um die Band geht, sind wir zu 100% ernsthaft bei der Sache, denn wir wollen den besten Death Metal machen, der möglich ist.
Ihr seid definitiv eine Institution in Sachen traditionellem und brutalem Death Metal. Wir hart war es, diesen Status zu erlangen?
Wir haben die letzten 20 Jahre durchgehend gearbeitet und waren dabei nicht nur einmal zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Unsere Leidenschaft für unsere Karriere, kombiniert mit viel Glück, ist wahrscheinlich der Grund dafür, wo wir heute sind. Es war nicht immer einfach, hat aber viel Spaß gemacht. Harte Arbeit ist kein Problem wenn man seinen Job liebt, und was könnte ein besserer Job sein, als ein Leben lang Metal zu spielen?
Da muß ich Dir Recht geben. Was möchtet ihr denn noch erreichen? Welche Wünsche und Träume habt ihr, die noch darauf warten umgesetzt zu werden?
Ich bin immer noch der Meinung, daß wir bis jetzt noch nicht unser bestes Album gemacht haben. Wir hatten einige gute Alben, aber ich weiß, wir können das noch besser. Wir werden weiter hart an uns arbeiten, solange wir der Meinung sind, daß noch eine Steigung zu unserem bisherigen Schaffen möglich ist. Unser permanentes Ziel ist es immer noch bessere Musik zu machen. Aber was die persönlichen Wünsche betrifft, werden wir einige davon dieses Jahr wahr werden lassen können. Wir werden wieder in Japan auf Tour und auch in den USA mit Slayer unterwegs sein. Das sind zwei Ziele, die wir schon seit längerem hatten.
Ihr habt doch sicher fast alle eigene Familien bzw. manche auch Kinder, oder? Dürfen die Eure Musik anhören? Wie geht ihr damit um?
Ich habe eine Frau und sie liebt Metal, daher ist alles bestens! Paul und George sind die einzigen in der Band, die Kinder haben. Ich bin mir nicht sicher, ob sie Metal hören. Da sie noch recht jung sind, denke ich wohl eher nicht.
Ich bin selber Musiker und ich wundere mich oft über die Reaktion mancher Eltern auf die Musik ihrer Söhne und Töchter. Meine haben leider immer ignoriert, was ich mit meiner Band tat… dabei mache ich nun schon über 15 Jahren Musik. Was sind Deine Erfahrungen mit diesem Thema?
Meine Mutter unterstützt mich in dem was ich mache. Sie mag zwar unsere Texte nicht, aber das würde ich auch nie von ihr erwarten. ;-) Sie ist glücklich darüber, daß ich in der Lage bin, mit etwas erfolgreich zu sein, für das ich so viel Leidenschaft habe.
Du bist wirklich zu beneiden! In all diesen Jahren spielten CANNIBAL CORPSE eine wichtige Rolle in der Metal-Szene. Wart ihr jemands nervös, jemanden zu treffen, z.B. ein Idol oder ein Vorbild?
Nicht wirklich. Ich habe über die Jahre gelernt, daß sogar die berühmtesten Leute nur Menschen sind wie jeder andere auch.
Welche war die größte und aufregendste Show, die ihr jemals gespielt habt?
Das ist schwer zu sagen. Das Wacken Open Air und andere große Festivals sind immer sehr aufregend, aber manchmal kann ein Gig in einem kleinen Club die beste Atmosphäre von allen erzeugen. Wenn die Fans dir sehr nah sind, kannst du eine Menge Energie von ihnen bekommen, und sie auch von dir. Es ist wie eine symbiotische Beziehung, die du über den Auftritt hinweg aufbauen und wachsen lassen kannst, bis zum Schluß der Siedepunkt erreicht ist.
Und genau das sollte man sich nicht entgehen lassen!
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