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Audrey Horne
Die norwegische Hard Rock Truppe Audrey Horne mag vielleicht hierzulande noch kein großer Begriff sein, aber in ihrer Heimat sind die vier Burschen längst kein unbeschriebenes Blatt mehr. Hat man sich mit dem Debut 2005 sogar den norwegischen Grammy (Spellemannprisen) für den besten Metal Act geschnappt, zeigen auch die Charterfolge nach drei Alben, wie begehrt die Jungs im eigenen Land sind. Zusammengesetzt aus den Gitarristen Arve Isdal von Enslaved und Thomas Tofthagen von Sahg, Drummer Kjetil Greve und Sänger Torkjell „Toschie“ Rød, rockte die Truppe letztes Jahr auf dem Masters Of Rock in Tschechien und punktete in jeder Hinsicht, trotz morgendlicher Stunde. Über diesen Auftritt, das neue Album und so manch anderes, unterhielt ich mich mit Frontmann und Tattoo-Freund Toschie…

Die norwegische Hard Rock Truppe Audrey Horne mag vielleicht hierzulande noch kein großer Begriff sein, aber in ihrer Heimat sind die vier Burschen längst kein unbeschriebenes Blatt mehr. Hat man sich mit dem Debut 2005 sogar den norwegischen Grammy (Spellemannprisen) für den besten Metal Act geschnappt, zeigen auch die Charterfolge nach drei Alben, wie begehrt die Jungs im eigenen Land sind. Zusammengesetzt aus den Gitarristen Arve Isdal von Enslaved und Thomas Tofthagen von Sahg, Drummer Kjetil Greve und Sänger Torkjell „Toschie“ Rød, rockte die Truppe letztes Jahr auf dem Masters Of Rock in Tschechien und punktete in jeder Hinsicht, trotz morgendlicher Stunde. Über diesen Auftritt, das neue Album und so manch anderes, unterhielt ich mich mit Frontmann und Tattoo-Freund Toschie…
Audrey Horne ist mittlerweile acht Jahre alt und hat bereits drei kleine Alben zur Welt gebracht. Jedes davon hat einen anderssprachigen Titel erhalten – das erste hieß „No Hay Banda“ (spanisch für „Es gibt keine Band“), das zweite trug den Namen „Le Fol“ (französisch für „Der Joker“) und das aktuelle Werk ist selbstbetitelt. Warum habt Ihr diese Titel gewählt?
“No Hay Banda” hatten wir gewählt, nachdem wir den Film “Mulholland Drive” gesehen hatten… der zufälligerweise auch von David Lynch inszeniert wurde [wie auch „Twin Peaks“]. Wir wollten einen Hauch Mystik und fanden, er paßt perfekt. “Le Fol“ war eigentlich der Titel des Artworks, das wir für die Scheibe verwendeten. Und das neue Album heißt nur „Audrey Horne“, da es unseren derzeitigen Status und wo wir zur Zeit stehen widerspiegelt. Audrey hat ihr Zuhause gefunden, wenn man so will! ;-)
Was sollten die Leute Deiner Meinung nach unbedingt über Euch wissen?
Wir haben drei gute Alben veröffentlicht, wir haben einen Grammy bekommen und waren für vier nominiert, wir haben schon sehr viele und auch gute Shows gespielt, wir sind eine f***ing good Live Band (lacht), sind witzig und abgedreht… wir kennen Personen in hohen Positionen und wir wissen, wo Ihr alle wohnt! Kommt und seht uns live!! ;-))
Kommen wir kurz zum Masters Of Rock letztes Jahr… Euer Auftritt war zwar zur frühen, sonnigen Vormittagsstunde, aber Ihr hattet durchaus beachtlich viele Zuschauer. Wie war Euer Eindruck?
Es war unglaublich! Wir waren schon ein bißchen besorgt so früh zu spielen, aber die Leute standen da und waren hellwach. Überhaupt war das Festival einfach toll organisiert. Wir fühlten uns inmitten der vielen guten Bands und dem phantastischen Publikum sehr wohl! Wir würden sehr gerne wieder dort hinkommen und spielen.
Ihr habt, nach Eurer erfolgreichen Zusammenarbeit am Debut, erneut mit „Evil“ Joe Barresi (Queens Of The Stone Age, Bad Religion, Tool) in dessen JHOC Studio in Pasadena CA, am neuen Album getüftelt, der dieses recorded, produziert und gemixt hat. Wie war es, wieder gemeinsam zu arbeiten? Konntet Ihr auch ein wenig kalifornisches Feeling aufsaugen?
Joe ist ein großartiger Musiker. Er würde niemals seinen Namen unter etwas setzen, womit er nicht zu 100% zufrieden ist. Wir sind mit unserem Blick auf die Musik auf genau der selben Wellenlänge, weshalb es auch so viel Spaß machte, mit ihm zu arbeiten. Ich habe sogar im Nachhinein noch eine Email von ihm bekommen, daß ihm unsere Zusammenarbeit am meisten Spaß in seiner bisherigen Karriere gemacht hat. Das erfüllt und schon mit Stolz. Wir hatten zuvor ausgemacht, daß wir uns voll und ganz auf das Album konzentrieren und nicht zum Urlaub machen dort sind. Also blieben wir immer zusammen im Studio. Nur weil ich kein Schlagzeug spiele, heißt das nicht, daß ich mich nicht mit Ideen bei den Aufnahmen einbringen kann. Wir haben alles old school aufgenommen – kein copy and paste, alles ist 100% live gespielt und gesungen, ohne Auto-Tuner [der die schiefen Töne hinbiegt] oder ähnliches. Wir wollten das Album wie in alten Tagen aufnehmen.
Und das hat sich bewährt, wie man an den norwegischen Album-Charts erkennen kann… Nachdem Audrey Horne ihre Einstiege von 32, auf 22 und jetzt auf Platz 13 steigern konnten, stellt sich die Frage bei der vierten Scheibe: Platz 1, 2 oder 3? Wie wichtig ist so ein Charteinstieg für Euch?
Also das Wichtigste ist das Feedback unserer Fans. Sie kaufen unsere Alben und kommen zu unseren Shows. Und die Charts teilen dir mit, ob das Album gut verkauft wird oder nicht, was natürlich auch wichtig ist. Genauso sind gute Reviews und Nominierungen eine tolle Sache. Und selbstverständlich würden wir uns gerne das nächste Mal an der Spitze der Charts sehen, aber unterm Strich ist uns die Meinung der Fans am wichtigsten, denn ohne sie wären wir nichts.
Wohl wahr, deshalb mehret Euch Ihr Fanscharen und besucht Audrey Horne auf einer ihrer Shows dieses Jahr. Nähere Infos findet Ihr auf der Band-Homepage.
Band-Homepage: www.audreyhornemusic.com
Interview & Text: Max
Audrey Horne
Auf der Suche nach der mystischen Komponente
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