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Mon, May 21, 12
Live-Berichte Rock Im Park 2010

ROCK IM PARK 2010

03.06. – 06.06.2010
Nürnberg
3 Stages, ca. 80 Bands, ca. 65.000 Besucher


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Zum großen Doppel-Jubiläum von Rock am Ring (25.) und Rock im Park (15.) haben sich die Veranstalter um Marek Lieberberg ein richtig fettes LineUp einfallen lassen, das von der Schar an Top-Acts in diesem Jahr definitiv seines Gleichen sucht. Dadurch, daß scheinbar alle angefragten Headliner prompt zugesagt hatten, mußte das Festival sogar noch um einen Tag, den Donnerstag, erweitert werden. Zum ersten Mal seit Jahren spielte auch das Wetter mit, was zum ersten RiP führte, an dem ich nicht naß wurde - schön. Ein bißchen zu gut meinten die Wettergottheiten es dann am Samstag und Sonntag, als vor der Main-Stage die 30 Grad locker erreicht wurden. Die rosa schimmernden Sonnenbrandopfer waren trotzdem sehr lustig anzusehen. Nachdem die Veranstalter Anfang des Jahres endlich gegen die zwei verbliebenen Anwohner (der dritte ist zwischenzeitlich glücklicherweise den Weg alles Irdischen gegangen... die Zeit arbeitet demnach für uns *g*) vor Gericht gesiegt hatten, stand einer amtlichen Beschallung, die ja seit Jahren das größte Manko vor der Center Stage war, nichts mehr im Wege. Ein Fakt, der durch hier bislang unerlebten Schalldruck und tollen Sound bestätigt wurde. Technisch und meteorologisch stand einem tollen Festival also nichts mehr im Wege. Was den Gesamt-Eindruck bei Rock im Park jedoch, wie in den Jahren zuvor, wieder massiv trübte, waren die wirklich von Jahr zu Jahr ekliger werdenden „Fans“, die aus meiner Sicht absolut nichts mit der Musik am Hut haben und sich ausschließlich darauf beschränken, möglichst asozial zu sein. Solche Leute braucht kein Mensch - andererseits wären dann wahrscheinlich auch keine 65.000 vor Ort gewesen. Egal - das wird sich wohl nicht mehr ändern.  Kommen wir noch einmal zum Billing, das dieses Jahr mit tollen Bands wie Rammstein, Muse, Kiss, As I Lay Dying, 30 Seconds To Mars, Gossip, VolBeat, Motörhead uvm. protzen konnte.  Leider stand diesen großartigen Acts eine wahre Armada von völlig deplazierten Kapellen entgegen, die die Zahl der „echten“ Rock- und Metal-Bands erstmals sogar übertroffen und dazu geführt hat, daß manche Stage an einigen Tagen völlig unberücksichtigt gelassen werden konnte. Jan Delay, Cypress Hill und Konsorten haben auf einem Rock-Festival so viel zu suchen, wie ich in der ersten Reihe bei Snoop Dogg, nämlich rein gar nichts! Dafür gibt es Events wie das Splash-Festival und bei ROCK im Park will ich zumindest so etwas nicht sehen. Das ist auch ein Grund für die nicht seltenen, teils krassen Zusammenstöße der unterschiedlichen Zielgruppen: Wenn fünf Hip Hop-Kiddies ein Gremium-Mitglied anspringen, bleibt von den Kids nicht mehr viel Verwertbares übrig... Ich hoffe stark, daß sich dieser gruselige Trend in den nächsten Jahren wieder abschwächen und verschwinden wird - da feiere ich lieber mit 45.000 Leuten und weiß, daß alles zusammen paßt.  (i)

Hier die von uns begutachteten Bands in der Einzelkritik (in Klammern ist immer die Stage, die übliche Wertung von 0 - 10 und das Kürzel des H|T|M-Kollegen vermerkt):

Donnerstag 03.06.2010

Turbostaat (Center | 0,5 | i): Fürchterliche Songs, Texte, die kein Mensch nachvollziehen kann und will, dröge Live-Performance . Ein grottenschlechter Start in das Festival, den wirklich kein Mensch brauchte.

RiP 2010Rage Against The Machine (Center | 6,5 | i): Der Sound war verdammt gut und druckvoll, dennoch hat sich nach einiger Zeit eine gewisse Langeweile breit gemacht: Zu ähnlich klingen die RATM-Songs live und zu wenig Interaktion mit dem Publikum kam von der gesamten Band. Dennoch blieb insgesamt das Interesse der zahlreich erschienenen Zuschauer bis zum Schluß aufrecht (oder bis sie der Suff dahingerafft hatte).

 

Freitag 04.06.2010

RiP 2010Five Finger Death Punch (Center | 5,0 | i): Die Truppe legte zu früher Stunde ein ordentliches Brett hin, auch der Sound hatte mächtig Dampf. Lediglich der Sänger konnte die nicht-gebrüllten Parts leider nicht wie auf Platte umsetzen und lag desöfteren leicht neben der Spur. Dafür zogen seine Mitmusiker technisch mehr als gekonnt vom Leder.


Bullet For My Valentine (Center | 6,5 | i): Bullet zockten einen sehr guten und verflucht gut gespielten Set, bei dem auch der Sound ganz ok war. Lediglich Fronter Matthew Tuck hatte massive Probleme, die Töne zu treffen, obwohl sämtliche Backing-Vocals vom Sampler ertönten. Dem Publikum war‘s ziemlich egal und so wurde der Auftritt zu einem erneuten Erfolg für die Waliser.


Bad Religion (Alterna | 8,5 | m): Die amerikanische Melodic-Hardcore-Institution feiert dieses Jahr ihr 30. Jubeljahr (!) und klang frisch und ungezäumt wie eh und jeh. Klassiker wie „21st Century (Digital Boy)“ oder „American Jesus“ ließen bei jedem Fan Endorphine sprudeln und auch bei den angetesteten nagelneuen Songs des im Herbst kommenden Albums, konnte man die ungebremste Begeisterung der Zuschauer spüren. Großartig und extrem generös ist übrigens, daß die Jungs aus L.A. ihr jüngstes Live-Album kostenfrei zum Download zur Verfügung stellen… näheres auf www.badreligion.com.


In Extremo (Center | 8,0 | i): Dafür, daß das die erste Show mit Ex-Letzte Instanz-Drummer Specki war, hat die Chose aber verdammt gut und exakt gepaßt! Sauberer Sound und eine wie immer exzellente Bühnen-Präsenz. Hat er nun das Publikum eigentlich mit „Hallo Bayern“ begrüßt, oder nicht? Das muß ich verpaßt haben :o).

RiP 2010Rise Against (Center | 6,0 | i+m): Wegen der Chicagoer Punk-Hardcore-Combo strömten viele Metalheads gen Center Stage und feierten den 75-minütigen Auftritt bis gut über die Hälfte ordentlich mit. Danach fiel trotz guter Performance und energetischer Bühnenpräsenz der Stimmungspegel um ein paar Striche.  Die fehlende Abwechslung machte auch der saubere Sound nicht mehr ganz wett...

 

 

RiP 2010Rammstein (Center | 9,0 | i): Ich hätte im Leben nicht damit gerechnet, daß diese Wahnsinnigen die komplette Show der Hallentour auch auf die Open-Air-Bühnen zimmern könnten - konnten sie aber. Das war ganz großes Kino mit einer Wahnsinns-Show, geilstem Sound und einem im direkten Vergleich zur Hallentour stimmlich besser aufgelegten Till Lindemann. Daumen hoch!

 

HIM (Alterna | 2,0 | m): Nach dem erstklassigen Auftritt Rammsteins, konnte man bei den Finnen HIM nahezu in Depression verfallen. Sänger Ville Valo hatte mächtige Schwierigkeiten aufgrund seines Alk- oder Drogenpegels (oder beides) gerade auf der Bühne zu stehen, geschweige denn gerade zu singen. Selbst Hits wie „Right Here In My Arms“ oder „Don´t Fear (The Reaper)“ wurden komplett zersungen und trotz ordentlicher Instrumentierung zu Lachnummern, wenn Valo wieder einmal ein paar Textzeilen vergessen hatte. Ein schauderhaft schlechter Auftritt einer einstigen Ikone.

 

RiP 2010Them Crooked Vultures (Alterna | 9,0 | m): Eine wahrliche Begeisterungsflut löste dann das Trio um Dave Grohl, John Paul Jones und Josh Homme aus, die mit ihrem einzigen Album in der Tasche, ganze 75 Minuten dermaßen abhotteten, daß, egal ob man nun auf die Mucke steht oder nicht, man sich einfach der entfachten puren Energie der „Geier“ nicht entziehen konnte… hervorragender Sound und großartige Schlagzeugarbeit von Grohl eingeschlossen!

 

 

Samstag 05.06.2010

RiP 2010Halestorm (Center | 9,5 | m): In den sonnigen Tag startete mit Halestorm eine der talentiertesten Hard Rock Bands der Stunde. Das Set war ziemlich genau das gleiche wie vom kürzlichen Gig in Stuttgart (siehe Livebericht H|T|M #10), das von der ersten bis zur letzten Sekunde einen Orkan an Energie und Power versprach. Megatalent Lzzy röhrte mit ihrer unvergleichlichen Stimme, während Bruder Arejay wie ein Irrer mit seinen Drumsticks jonglierte, daß es eine wahre Freude war, den Amis zuzusehen und zuzuhören. Das Publikum dankte es ihnen lauthals… auch um halb zwei Nachmittag in sengender Hitze!

 


RiP 2010Slash (Center | 7,5 | m): Das Aushängeschild des amerikanischen Rock´n Roll-Gitarristen Slash stand an, was durchaus viele Zuschauer als Pflichtprogramm erachteten. Der sichtlich ergraute Zylinderträger spielte gekonnt und routiniert einige Tracks seines aktuellen Albums und ging mit Alter Bridge-Fronter Myles Kennedy nicht das geringste Risiko ein, einige Guns N´Roses-Klassiker zum Besten zu geben. So konnten Alle bei „Welcome To The Jungle“ und „Paradise City“ lautstark mitgröhlen. Optisch und akustisch einwandfrei.

 

Cypress Hill (Center | 2,0 | i+m): Schlimmer, als befürchtet! Ich war von vorneherein gegen die Truppe eingestellt, daß es aber so dröge und langweilig werden würde, hatte selbst ich nicht gedacht. Mehr, als „Hey - yooooo“ ist nicht hängen geblieben. Überflüssiger geht es nicht! (i). Gerademal das obligatorische „Insane In The Brain“, auf das dann doch einige warteten, konnte den lateinamerikanischen Hip Hop-Kiffern noch 2 Pünktchen retten. (m) So lange hab ich es nicht mehr ausgehalten (i).

 

Jay-Z (Center | 7,0 | i+m): Gegen den Herren hatte ich im Vorfeld auch gewettert, doch im Vergleich zu Cypress Hill hatte er eine echte Band am Start, die auch ganz gut rocken konnte. Und auch wenn das nichts mit Rock zu tun hatte, aber sich die Schlabber in Highspeed so fusselig zu rappen, ist auch eine Kunst! Die LED-Mega-Wände haben zudem einen Riesen-Spaß gemacht.

 

RiP 2010Kamelot (Club | 6,5 | m): Bald erscheint das neue Werk der Rittersleut um Paradevokalist Roy S. Kahn, da wollte man schon einmal vorfühlen, wie man noch Im Wert der Fans steht. Denkbar schlecht, hier das diesjährige RiP für sich zu wählen, denn 1. mußte der amerikanisch-schwedische Fünfer in der Clubstage und 2. auch noch während Kiss spielen. Zu allem Übel war der Sound so dermaßen schlecht und undifferenziert, daß sowohl Gesang als auch Drums im Gedröhne untergingen. Die netten Pyros und der bandtypische aber passende Pathos konnten uns nicht davon abhalten Kehrt zu machen, um uns der Rocklegende Kiss zuzuwenden… denn die nächste Kamelot-Tour mit super Sound kommt bestimmt.

 

 

 

 

 

RiP 2010Kiss (Center | 8,0+4,0 | i+m): Die aktuelle Show bietet neben den von der 35 Alive-Tour bekannten klassischen Requisiten, wie fliegender Gene Simmons / Paul Stanley, schwebendes Drumkit und Hebebühnen, auch einige neue Elemente wie zig LED-Screens vor den Amps und verschiedenfarbige Feuersäulen. Die Song-Auswahl ließ keine Wünsche offen und so kamen sowohl Altfans, als auch die Kiss-Anhänger der jüngeren Generation voll auf ihre Kosten. (i) Das Ganze wirkte von etwas weiter hinten aus betrachtet jedoch komplett anders. Leider vermochte der dort dünn angekommene Sound und auch die teils etwas peinlich anmutenden Ansagen Stanleys nicht das Publikum zu halten. Und so kamen uns Scharen von Zuhörern mit enttäuschten Gesichtern entgegen, die lieber den Biergarten als Refugium wählten. (m)

Sonntag 07.06.2010

H-Blockx (Center | 7,5 | m): Der Tag begann schon mit einer Album-Pre-Listening, bevor wir die erste Band des Tages unter die Lupe nahmen. Die Münsteraner, um den recht propper gewordenen Frontmann Henning Wehland, waren gut drauf und spielten solide querbeet aus allen Schaffensphasen. Von „Move“ über „Little Girl“ bis hin zu „Leave Me Alone“ und „Countdown To Insanity“ waren alle Hits vertreten. Gute Show, guter Sound, alles bestens.


RiP 2010Indica (Club | 6,5 | m): Kurz nach unserem schnellen Backstage-Plausch mit den finnischen Mädels, standen sie auch schon um dreiviertel Vier in der dunklen Clubstage, um den geschätzten 100 Herbeigekommenen ihr Liedgut aus Pop, Rock und nordischem Flair zu präsentieren. Der Sound war leider erneut übelst vermatscht und konnte die versierte Musik nicht gerecht transportieren. Am Auftritt der Girls gab´s dafür nichts zu mäkeln. Nur zu kurz waren die windigen 20 Minuten.

 

Woran ich allerdings etwas zu mäkeln habe, ist die unfaßbar beschränkte „Regel“ des Veranstalters, als Journalist, nach den drei Songs im Fotograben, seine (teure) Kameraausrüstung an einen wildfremden Mitarbeiter abgeben zu müssen (!!), um die Band weiter auf der Bühne ansehen zu „dürfen“!! Für Fotografen, die ausschließlich für jeweils drei Songs im Graben stehen, um Fotos danach meistbietend verkaufen zu können, ist das ja noch halbwegs verständlich. Aber Redakteure, deren ERSTE Aufgabe es ist, über möglichst viel Geschehen auf einem Festival zu berichten und dazu ihre optischen Eindrücke in Bildern für ihren eigenen Berichte festhalten, sollten nicht vom Platz „verjagt“ werden, nur weil sie eine Spiegelreflexkamera in ihrem Rucksack herumtragen, die teils weniger Auflösung als manch einer in seiner 14 oder 18 Megapixel-Pocketcam hat, gegen die keine Sau etwas sagt! Schon toll, wenn gerade jenen das Leben schwer gemacht wird, die sich wirklich das Rektum aufreißen, um so umfassend wie möglich Nachbericht erstatten zu können! Einfach zum Kopfschütteln!! (m)


Gentleman (Center | 7,5 | i): Eine weitere dicke Überraschung: Der Raggagagaga-Mann hat seine Band scheinbar etwas auf Metal getrimmt... In jedem Fall rockte die Truppe teils ordentlich drauf los, hatte den durch die Sonne begünstigten Sympathie-Raggagaga-Bonus und konnte voll überzeugen.


RiP 2010Gossip (Center | 9,0 | i): Auf die Dame war ich sehr gespannt und die Erwartungen wurden übertroffen: Beste Gesangsperformance des gesamten Wochenendes, kristallklarer, druckvoller Sound und sehr cooles Songmaterial. Noch beeindruckender war, als Frontnudel Beth Ditto während des Abbaus nach dem Set feststellte, daß das Mikro noch offen war und eine a Capella-Version des Whitney Houston-Klassikers „I Will Always Love You“ performte, die Frau Houston heutzutage die Schamesröte ins Gesicht pressen könnte. Respekt!



RiP 2010Stone Sour (Alterna | 9,5 | m): Auf Corey Taylor und Kollegen hatten wir uns schon tierisch gefreut und wurden natürlich auch nicht enttäuscht. Mit bester Laune bewaffnet schmetterte Corey einen Brecher nach dem anderen aus den beiden (mittlerweile 8 und 4 Jahre zurückliegenden) Alben auf die dürstende Gemeinde. Highlight war dann, als der sonst so rauhe Slipknot-Brüllwürfel, die akustische Klampfe packte und „Through Glass“ zur Kollektiv-Nummer mutieren ließ. Die zwei Nummern des endlich am 07.09. erscheinenden neuen Albums lassen auf Großes hoffen. Mit „30-30-150“ gelang der perfekte Abschluß der tollen Show.

 

Alice In Chains (Alterna | 10,0 | m): Der Abschuß gelang dann aber doch tatsächlich der wiederbelebten Grunge-Ikone Alice In Chains mit ihrem durch und durch sensationellem Auftritt. Gesangsgroßkaliber William DuVall intonierte Altklassiker wie „Them Bones“, „Man In The Box“, „Rain When I Die“ und „Rooster“, den er seiner Cousine widmete, die gerade in Afghanistan beim Militär dient, mit absolutem Gänsehaut-Garant. Natürlich gab´s auch Material vom letzten Album „Black Gives Way To Blue“ geboten. Die Dichte des Sounds der Seattler fabrizierte die mit Abstand dickste Wand des Festivals. Besser geht´s kaum! Meine persönliche Granate des RiP 2010!

 

RiP 201030 Seconds To Mars (Center | 3,0 | m): Was in Herrgottsnamen sollte denn diese Darbietung sein, Herr Leto? Noch im März glänzte das Trio in München mit einer erstklassigen Show und nun war Sensibelchen Jarred wohl mit dem linken Fuß zuerst aufgestanden. Da wurde mit abschreckend pinker Irokesenfriese bemähnt nahezu jeder Song wie Kaugummi in die Länge gezogen und das vor den Kopf geschlagene Publikum angepöbelt, warum es nicht vernünftig mitsinge – wie einen Tag zuvor bei Rock am Ring angeblich geschehen. Aus Frust oder einfach Unlust ließ Jarred das Singen dann mal einfach sein, um sich beim FOH (Mischer-Turm) einen Masten hoch zu hangeln und sein sportliches Können unter Beweis zu stellen…? Nein, liebe Marsler, das war für Eure Verhältnisse ein satter Griff ins Klo… und das riß die übliche Massenansammlung von Fans auf der Bühne zu „Kings And Queens“ am Ende der Show auch nicht mehr raus. Schade!

 

RiP 2010VolBeat (Alterna | 9,5 | i): Wahnsinn, wie sich die Truppe noch immer entwickelt und welche Menschenmassen die Mannen um Michael Poulsen inzwischen mobilisieren. Cooler Stageaufbau aus einer Manowar-like aussehenden Wall of Amps, wie immer saugute Performance und jede Menge Partystimmung im Publikum. Auch die drei neuen Tracks, vom im September erscheinenden (und nicht nur von mir gierig erwarteten) neuen Album, kamen klasse an.

 

 

RiP 2010Muse (Center | 9,5 | m): Obwohl ich bis zu jenem Zeitpunkt um 21.15 Uhr am Sonntag dem 06.06.2010 bekennender Nicht-Fan der Engländer war, wurde ich so dermaßen überrascht, daß sich meine Haltung nun um 180 Grad gedreht hat. Schon alleine der makellose Sound und das grandiose Lichterspiel der LED-Wände waren beeindruckend. Die Menge zeigte sich wahrlich begeistert und flippte fast bei jedem Songbeginn völlig aus, da wieder ein weiterer Meilenstein der britischen Muse anstand. Das Trio fuhr mit seinem strangen Mix aus Alternative Rock und Electronica ein unglaublich dickes Brett auf, das, gekrönt durch Ausnahmesänger Matthew Bellamy´s Organ, einen fulminant würdigen Headliner und Abschluß des diesjährigen RiP ergab. Leider wurde die Show wegen des aufkommenden Sturmes (der kurz danach wieder abebbte) um ca. 15 Minuten gekürzt. Dennoch: Eine Sensation!


Festival-Homepage: www.rock-im-park.de
Text & Fotos: Ingo (i)  & Max  (m)

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