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Mon, May 21, 12
Live-Berichte Tourtalk: Bullet For My Valentine

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Tourtalk: Bullet For My Valentine - Mit Fieber unterwegs

Die Waliser haben eine beispiellose Karriere hingelegt, die schon mit den ersten beiden Alben sehr erfolgreich begann und nun mit dem Drittwerk „Fever“ ihren musikalischen und kommerziellen nächsten Höhepunkt ansteuert. Natürlich nutzt man diese Gelegenheit gerne, um solchen Hochkarätern beim kurzen Tourtalk auf Rock im Park ein wenig auf den Zahn zu fühlen. In dem Fall standen uns Gitarrist Michael Paget und Bassist Jason James Rede und Antwort.

Ingo: Die neue Scheibe ist noch ein kleinwenig besser gelaufen und hat die bisher bestplazierte zweite Scheibe noch leicht übertroffen. Worauf führt Ihr den anhaltenden, steigenden Erfolg zurück? Liegt es an den wesentlich eingängiger ausgearbeiteten Melodien?

Michael: Ja, das denke ich schon. Wir haben uns natürlich im Vorfeld auf den Touren zum vorherigen Album regelrecht den Arsch abgespielt und die neue Scheibe aus unserer Sicht wirklich sehr gut hinbekommen. Dennoch glaube ich schon, daß es zum Großteil daran liegt, daß wir die Songs diesmal wesentlich melodischer und weniger Metal-lastig ausgearbeitet haben.

Ingo: War diese Entwicklung bewußt geplant oder hat sich das beim Songwriting einfach so ergeben?

Michael: Das war ganz bewußt so angedacht. Wir wollten ein Album mit schönen Melodien, griffigen Hooks und die Platte an sich wesentlich gesangsorientierter gestalten, als das letzte Album. Im Prinzip haben wir versucht, das Beste aus beiden Alben zu nehmen und das Ergebnis mit aufwendigeren Melodien zu garnieren.

Ingo: …was sicher auch ein gewisses Sicherheitsdenken beinhaltet, oder?

Michael: Ja, das natürlich auch. Es gibt eine Million Metal-Bands, die schreddern können. Wir wollten uns bewußt von dieser Kategorie abheben. Wir sind eher eine Band, in der es ums Songwriting geht und keine Standard-Metal-Band.
Jason: Weniger ist in dem Fall mehr. Wir brauchen den ganzen technischen, schnellen Kram nicht, um einen guten Song zu schreiben.

Max: Viele Bands versuchen so aggressiv wie möglich zu sein und versuchen so brutal und fett zu klingen. In Eurem Fall sieht das genau anders aus, da jedes Instrument sehr deutlich und transparent zu hören ist. D.h. es ist nicht Euer Anspruch, möglichst aggressiv zu klingen.

Michael: Bisher hatten wir immer auf Colin Richardson gesetzt, der einen sehr harten Stil in seinen Produktionen fährt. Diesmal haben wir mit Don Gilmore gearbeitet, der auch schon Linkin Park und Good Charlotte sehr gut in Szene setzen konnte. Das hat unserem Gesamtsound auf jeden Fall sehr gut getan.

Ingo: Auf der Webseite ist die Tourdaten-Sektion bislang noch recht spärlich besetzt. Gerüchten zufolge werdet Ihr im Herbst wieder zurück kommen. Wie ist da der aktuelle Stand?

Michael: Wir spielen jetzt die Festivals und dazwischen in kleineren Venues in Europa. Im Herbst kommen wir dann zurück, um in den größeren Hallen, wie zum Beispiel am 26.11.2010 dem Zenith in München, zu spielen.

Ingo: Ihr habt die drei Shows der letzten Tour in Düsseldorf, London und Kalifornien mitgeschnitten. Da liegt der Verdacht eines weiteren DVD-Releases natürlich nahe.

Michael: Wir wissen da noch nichts Genaues. Ich denke, im Moment sammeln wir einfach Material, um das dann im Anschluß an die laufende Welttour irgendwann im nächsten Jahr zu sichten und zu sehen, was sich daraus ergeben wird.

Ingo: Wenn man die Veröffentlichungsdaten bisher ansieht - 2005 „The Poison“, 2008 „Scream Aim Fire“, 2010 „Fever“ - dann mußte eigentlich 2011 schon die nächste Scheibe folgen? ;-)

Michael: Das dürfte schwierig werden, weil wir mit Sicherheit bis Ende 2011 mit dem Touren zum Album beschäftigt sein werden...

Jason: Wir haben wirklich eine Menge Zeit investiert, um die Scheibe perfekt hin zu bekommen. Jetzt ist es an der Zeit für ein bißchen Spaß on the Road. :-) Da bleibt wenig Zeit zum Songwriting.

Ingo: D.h. Ihr schreibt eher im Studio, als auf Tour?

Jason: Das kommt darauf an. „Scream Aim Fire“ ist fast komplett auf Tour geschrieben worden, weil wir einfach nicht genug Zeit hatten. Bei „Fever“ haben wir uns bewußt eine Tour-Auszeit von gut acht Monaten genommen und uns im Proberaum verschanzt, um das bislang beste Album unserer Karriere aufzunehmen.


Band-Homepage: www.bulletformyvalentine.com
Interview: Ingo & Max
Text: Ingo

 

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