Masters Of Rock 2010 - Tag 4
Tag 4: Sa 18.07.2010
Vizovice / CZ
2 Stages, ca. 80 Bands, ca. 25.000 Besucher
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Nach dem nicht ganz so teilweise erbaulichen Freitag stand der Samstag schon von den zu erwartenden Bands unter einem wesentlich besseren Stern.
LosNach einer verregneten Nacht, in der endlich die ersehnte Abkühlung brachte, markierten die deutschen Düsterheimer von LACRIMOSA für uns den Einstieg in den letzten Tag des Festivals. Ganz nachvollziehbar war dieses Booking für das Masters Of Rock für mich nicht, da weder die Musik zu exzessivem Feiern animiert, noch eine große Chane bestand, daß die Fans die bei Lacrimosa sehr wichtigen deutschen Texte verstehen konnten. Musikalisch und sondtecnisch war alles im grünen Bereich, dennoch kann das Experiment „Lacrimosa auf einem internationalen Rock/Metal-Festival“ als gescheitert betrachtet werden. (5/10)
Zu einem aus meiner Sicht viel zu verfrühten Zeitpunkt durfte dann die Metal-Queen DORO ran. Mit einem brachialen Sound und ihrer wie immer verdammt sauber und motiviert agierenden Band hatte sie das Publikum sofort auf ihrer Seite und die nicht wenigen Klassiker á la „Buring The Witches“ und natürlich „All We Are“ wurden nach allen Regeln der Kunst abgefeiert. Doro selbst war wie immer unglaublich sympathisch und man merkt ihr die Begeisterung für die Musik auch nach all den Jahren noch immer unverändert an. Respekt für diese Leistung, die in Anbetracht der Tatsache, daß Doro gesundheitlich angeschlagen aufgetreten ist, noch mer zu honorieren ist. (9,5/10)
Von dieser Motivation und Begeisterung für Musik und Szene hätte sich UNISONIC aka MICHAEL KISKE mehr als nuŕ eine Scheibe abschneiden können. Eine derart unmotivierte und arrogante Darbietung hat niemand verdient, vor allem nicht die Fans in Vizovice, die diesem Schnösel sogar einen warmen Empfang bereitet haben. Mehr Emotion kam dann aber beim allerbesten Willen nicht mehr auf, da Kiske zu jeder Sekunde und mit jeder Pore nur eines ausstralte: Er hatte absolut keinen Bock auf das, was er da tat, keinen Bock auf die Musik, auf ie Fans, auf die gesamte Szene. Insofern waren seine Statements, die er vor einiger Zeit über die Szene an sich abgesondert hatte, scheinbar tatsächlich das, was seiner Meinung entsprach. Es ist mir vollkommen schleierhaft, wie man einen solchen Fatzke, der nachweislich seit 15 Jahren keinen Fuß mehr auf den Boden gebracht hat, einen solchen Slot auf einem so genialen Festival geben kann. Es bleibt zu hoffen, daß in Zukunft wieder die Bands die guten Slots bekommen, denen ihr Job Passion ist uńd die sich auch um die Fans scheren. Diesen arroganten Herrn sollte JEDER mit dem bedenken, was er verdient hat: Totale Nichtbeachtung von der Szene, die er so verachtet. Für die verdammt gut agierende Backing-Band, die sich aus Pink Cream 69 Musikern rekrutierte und den Sound gebe ich 9 von 10 Punkten – Kiske kriegt keinen. (9/10 – 0/10)
Gespannt wartete dann das Volk auf die Wiederaufersteung einer Legende: ACCEPT standen auf dem Programm und endlich durften sich die Besucher auch wieder über hochmotivierte Musiker freuen. Der neue Fronter machte einen ausgesprochen guten Job und ist stimmlich auch für die alten Gassenhauer eine ecte Bereicherung. Selten klangen „Balls To The Wall“ oder „Fast As A Shark“ so gut. Die Fans konnten sich über einen großartigen Klassiker-Set, garniert mit ein paar sehr coolen Nummern vom neuen Album, freuen und quittierten die sabere Leistung mit entsprechend begeistertem Feedback. Auch in Sachen Licht und Sound schaften es Accept, die gute Technik in Vizovice wirlich gut auszureizen. (9/10)
Den Schlußpunkt eines wieder einmal rundum gelungenen MASTERS OF ROCK Festivals durften dann die finnischen Monsterrocker LORDI setzen. Gleichzeitig stellte der Gig auch den Abschluß des laufenden Lordi-Tourzylus dar, da im Septeber das neue Album samt neuem Turkonzept und neuer Kostümierung auf dem Programm steht. Die mit Pyros en masse und kleinen „Horror“-Zwischenspielen garnierte Show der ehemaligen Grand Prix-Helden war wie immer kurzweilig und äußerst unterhaltsam. Natürlich wurde ein Best-Of-Set mit den mittlerweile nich wenigen Bandklassikern geboten und mit einer gut 30minütigen Verspätung war um 0:30 Uhr auch das zehnte Masters Of Rock Festival zu einem würdigen Abschluß gekommen. (9/10)
Wir freuen uns, bei dieser außergewöhnlich gelungenen Veranstaltung dabei gewesen zu sein und sind schon jetzt gespannt, welche Highlights uns in 2011 erwarten werden. Daß wir wieder dabei sind, versteht sich fast schon von selbst.
Festival-Homepage: www.mastersofrock.cz
Text & Fotos: IngoThis is the Popup Module feature. Assign any module to the popup module position, and ensure that the Popup Feature is enabled in the Gantry Administrator.
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