
| Genre | Bücher |
| Erschienen | 18.11.2010 |
| EAN-Code | 9783841900715 |
| Label | Edel:Books |
| Seiten | 192 (10 Bilder) |
| Format (cm) | 21 x 13,5 x 2 |
| ISBN | 9783841900715 |
| Autor | Patrik Schwarz (Hrsg.) |
| Ladenpreis | 14,95 € |

Beschreibung:
Die Auseinandersetzung mit Thilo Sarrazins Anliegen ist für viele politisch Denkende wesentlich, für die ZEIT aber ist sie unerlässlich. Denn der Beamte, dann Politiker, schließlich Banker und nun erstmal Privatier Sarrazin ist von dieser Zeitung seit bald 40 Jahren begleitet worden, punktuell am Anfang, mit wachsender Bedeutung seiner Aufgaben und Ämter zunehmend enger – und kritischer. Dieses Buch bietet einen umfassenden Überblick über den Verlauf der Sarrazin-Debatte und ihre Hintergründe. Es beginnt mit der Erwähnung eines Buches Thilo Sarrazins in der Rubrik Neuerscheinungen im September 1974, ist thematisch gegliedert und enthält Beiträge, die bis zum Oktober 2010 veröffentlicht wurden. ZEIT-Autoren wie Bernd Ulrich, Josef Joffe und Ijoma Mangold haben die Konfrontation mit Thilo Sarrazin nicht gescheut. Zusammen mit einer Fülle von Beiträgen von und Interviews mit Thilo Sarrazin, die in der ZEIT erschienen sind, sowie Artikeln von Hans-Ulrich Wehler, Ilija Trojanow und Sigmar Gabriel trägt die Dokumentation zu einer unvoreingenommenen und objektiven Sichtweise und Versachlichung der Diskussion bei.
Review:
Wer eine journalistische Aufarbeitung der Geschehnisse um den ehemaligen Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin erwartet, liegt hier vollkommen falsch. Vielmehr handelt es sich bei dem vorliegenden Buch um eine Zusammenfassung von Referaten und Artilen, die den Weg Sarrazins seit 1974 nachzeichnen und weitgehend unkommentiert bleiben. dadurch fällt es dem Leser leichter, sich unbeeinflusst ein eigenes Bild von der gesamten Situation zu machen. Hier sei natürlcih erwähnt, dass es sich dabei um politisch und/oder wissenschaftlich beeinflusstes Material handelt, was den Lesefluß zum teill doch erheblich erschwert. Ein Beispiel gefällig? Schon allein der Name der ersten im Buch zu Wort kommenden Autorin Heidemarie Wieczorek-Zeul verheißt nichts Gutes. Viel Spaß bei der Entschlüsselung des folgenden Zitates:
Wer die Beteuerungen, dass Demokratie und Kritik zusammengehören, ernst nimmt und somit nicht in die etablierten Autoren, die in dem Sammelband zu Wort kommen (Max Weber, Karl Reimund Popper, Hans Albert) rezipiert, sondern auch die aktuellen Gegenpositionen(keineswegs vorwiegend marxistische, wie die jüngere Wissenschaftstheorie mit Kühn, Lakatos, Feyerabend, Lorenzen zeigt) zur Kenntnis nimmt, dürfte die Funktion einer bestimmten Spielart des Kritischen Rationalismus deutlich erkennen: nämlich ideologische Rechtfertigung einer Politik, die angesichts schrumpfenden wirtschaftlichen Wachstums versucht, das "Anspruchsniveau" für Reformen zu senken uns staatliche Tätigkeit auf bloßes Reagieren gegenüber den Entscheidungen der privaten Unternehmen, auf Orientierung am "Machbaren" zu reduzieren.
Danke. Die Frau muss wirklisch schhlimme Probleme mit sich herumtragen und hat offensichtlich viel zu kompensieren....
Allein durch diiesen einen Satz (!!) wird sehr gut dokumentiert, daß es sich bei "Die Sarrazin Debatte" um keine leichte Kost handelt. Wer die Herausforderung annimmt, kann mit dem Buch allerdings einige sehr interessante Aspekte aus der öffentlichen Auseinandersetzung und der Wirkung von Sarrazins Thesen seit den 70ern erkennen. Zeihistorisch eine sehr interessante Veröffentlichung, die vor allem politisch interessierte Geduldsmenschen erfreuen wird.
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