Airbourne
No Guts No Glory
Roadrunner
13 Tracks – 46:54 Min.

Airbourne kann sich nicht über mangelnde Aufmerksamkeit beklagen. Es fegt ein Sturm durch den Blätterwald, der die Band und ihr aktuelles Album ganz hoch in den Olymp des Hard Rock hieven möchte. Tatsächlich schieben die Jungs mächtig an und können jede bierselige Kneipenrunde zum Kochen bringen. Völlig zu recht gehen sie als authentische, australische Hard Rock Band durch. Nüchtern betrachtet handelt es sich um eine reine AC/DC-Nachahmer Band. Das geht soweit, daß sie bis auf die Ebene einzelner Riffs und Drum Breaks ihre großen Vorbilder plagiieren. Das gelingt zwar ganz gut und anders als D-A-D, die meiner Meinung nach die bisher beste Band sind, wenn es um die Transformation von AC/DC Sound geht, gehen Airbourne mit starker, unbekümmerter Power zu Werke. Leider fehlt wirklich jede Eigenständigkeit und schlimmer noch: Herr O’Keeffe am Mikro ist ein Komplettausfall. Wenn man schon so unverblümt nachahmen möchte, dann doch bitteschön auch den bluesig-lasziven Gesang eines Bon Scott. Nein, Herr O’Keeffe möchte keine Nuancen einbringen, sondern immer nur geradeaus schreien. Das hält man nur mit 6 Bier im Kopp aus. Nico S.