Annihilator
Annihilator
Earache
10 Tracks - 48:50 Min.

Mit dem selbstbetitelten vierten Album der Kooperation zwischen Jeff Waters und Dave Padden landen Annihilator einen Volltreffer, den ich ihnen immer gewünscht, mit dem ich aber nicht mehr wirklich gerechnet habe. Gut, die Platten nach "Set The World On Fire" waren ebenfalls allesamt gut bis sehr gut, dennoch habe ich (und nicht wenige Fans) den Spirit der "alten Tage" zu Alice-Zeiten schmerzlich vermißt. Und genau diesen Bogen schaffen Annihilator mit dem vorliegenden Album zu spannen, ohne sich selbst zu kopieren oder altbacken zu klingen. Schon der Opener "The Trend" zeigt die Marschrichtung an: unzählige Soli und Licks, blitzsaubere, akkurate Gitarrenarbeit, immer das richtige Händchen für die nötige Portion Melodie, ohne dabei die Aggression und Power zu vernachlässigen. Fast alle Songs sind im oberen Tempobereich angesiedelt und treten ordentlich Arsch, laden zum Bangen, Feiern und Mitgröhlen ein - ich freue mich schon auf die Horden der Luftgitarreros, die Herrn Waters begeistert huldigen werden. Ich möchte jedenfalls nicht in der Haut der beiden stecken, wenn es um die Songauswahl für die Shows geht, da definitiv kein Ausfall auf "Annihilator" zu finden ist. Der Sound ist typisch trocken und druckvoll wie immer und das ist auch gut so. Von mir aus kann die Liaison der beiden noch lange weitergehen, mindestens 8 Jahre. Ingo