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Five Minutes of Heaven

Five Minutes of Heaven
OT: dito | UK 2009 | DVD
Genre: Thriller, Drama
R: Oliver Hirschbiegel | D: Liam Neeson, James Nesbitt
Bild: 1,85:1 (16:9) | Ton: DTS 5.1 (d/e), DD 5.1 (d/e)
86 Min. | Discs: 1 | FSK: 12
Koch Media | VÖ: Erhältlich | Wendecover: Nein
Bild: 7,5 Ton: 7,5 Bonus: 5,0
Film
Technik
Filminfo:
Nordirland: Alistair hat als junger Mann Jimmy vor den Augen von dessen jüngerem Bruder Joe getötet. Er hat dafür Jahre im Gefängnis verbracht und ist ein völlig anderer Mensch geworden. 25 Jahre später will man ihn in einer Fernsehsendung zu einem Gespräch mit Joe bewegen. Die beiden Männer kämpfen jeder auf seine Art mit den Schatten der Vergangenheit.
Kritik:
Bei dem Wort „Glaubenskrieg“ denkt man zuerst an den seit tausenden von Jahren anhaltenden Konflikt im Nahen Osten. Doch ein ähnlicher Generationen übergreifender Wahnsinn wütet auch aktuell noch im Westen. Nordirland 1975, der Bürgerkrieg zwischen Katholiken und Protestanten bestimmt den Alltag der Menschen. Der 16-jährige Alistair will seinen Beitrag leisten und tritt der protestantischen Ulster Volunteer Force (UVF) bei. Sein erster Auftrag ist gleich ein Mord an einem Mitglied der katholischen IRA (Irish Republican Army). Alistair beweist seine Loyalität zu der extremistischen Gruppierung ohne Skrupel und erschießt die Zielperson vor den Augen seines 11-jährigen Bruders Joe. 30 Jahre später arrangiert das Fernsehen ein Treffen von Täter und Opfer(-Bruder), um christliche Versöhnung zu thematisieren. Doch Joe, dessen Leben seit jenem Augenblick völlig aus den Fugen geriet, ist nur auf eines aus: Rache. Oliver Hirschbiegel („Der Untergang“) nahm sich hier eines extrem brisanten Stoffes an und läßt mit Liam Neeson und James Nesbitt zwei Schwerkaliber auf einander treffen. Neeson mimt den reumütigen, in sich gekehrten Sünder, der seine Strafe im Knast absaß und nun durch die Lande reißt, um seine Erfahrungen mitzuteilen und anderen Tätern bei der Schuldbewältigung zu helfen. Sein gepeinigtes Gegenstück, hysterisch, irrsinnig und genial verkörpert von Nesbitt, unterstellt ihm, sein Verbrechen auch noch zu vermarkten, was ihn vor Haß schier überkochen läßt. Die Story basiert auf echten Figuren und ihren Schicksalen. Bild und Ton sind im absolut grünen Bereich und auch das wenige, aber interessante Bonusmaterial mit Interviews und einem Making Of weiß zu gefallen.
Fazit:
Mit unglaublichem Realismus und einer fast schon witzigen Ernsthaftigkeit hat Hirschbiegel einen eindringlichen Film über Schuld und Sühne geschaffen, der das Prädikat „besonders wertvoll“ verdient. Max
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