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Mary & Max

Mary & Max
OT: Mary and Max | AUS 2009 | Blu-ray
Genre: AnimationR: Adam Elliot | S: Toni Collette, Phillip Seymour Hoffman
Bild: 1,85:1 (16:9) | Ton: DTS-HD 5.1 (d/e)93 Min. | Discs: 1 | FSK: 12
Ascot Elite | VÖ: Erhältlich | Wendecover: Ja
Bild: 10,0 Ton: 7,0 Bonus: 7,5
Film
Technik
Filminfo:
Kommen die Babys in Amerika aus Cola-Dosen? Oder aus Bierkrügen wie in Australien? fragt Mary ihren Freund Max. Der weiß prompt die Antwort: Babys kommen in Amerika aus Eiern, die je nach Religionszugehörigkeit von Rabbinern, katholischen Nonnen oder Prostituierten gelegt werden. Das ist der Auftakt für eine ganz besondere Freundschaft zwischen zwei genialen Antihelden: Mary und Max.
Diese außergewöhnliche Freundschaft verbindet das neugierige und einsame Mädchen Mary aus Australien mit dem gewissenhaften, schrulligen Max, der in New York lebt. Der Film erzählt die Geschichte der beiden ebenso komisch wie einfühlsam und mit viel Liebe zum Detail. Die Lebensumstände von Mary und Max sind nicht gerade einfach, oft fühlen sie sich fremd und missverstanden, aber ihre großartige Freundschaft gibt ihnen Sicherheit und Halt. Die Fragen, die sie sich gegenseitig stellen, sind witzig und zugleich essentiell: Wie ist das eigentlich: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?
Kritik:
Mary ist acht Jahre alt, nicht gerade mit Schönheit gesegnet, deshalb furchtbar einsam und lebt in Australien. Eines Tages sucht sie sich wahllos aus einem New Yorker Telefonbuch auf der Post eine Adresse heraus und schreibt einen Brief. Max, der leicht autistische, schrullige Mittvierziger, der am Asperger-Syndrom leidet und Angst vor Kontakt zu anderen Menschen hat, bekommt den Brief, der seinen Mikrokosmos erst einmal aus den Angeln hebt. Doch dann entsteht eine skurrile Brieffreundschaft zwischen den beiden Antihelden, in der Fragen von essentieller Bedeutung gestellt werden: „Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?“ Oder „Kommen in Amerika die Babies aus Cola-Dosen oder auch aus Bierkrügen, wie in Australien?“ Viele Jahre sind sich die beiden die wichtigsten Bezugspersonen, bis eines Tages Max den Kontakt abbricht und für Mary eine Welt zusammenbricht. Der für seinen Kurzfilm „Harvie Krumpet“ mit dem Oscar® prämierte Regisseur Adam Elliot zeichnet mit seinem seelenverwandten Knetgummi-Pärchen, das an „Harold and Maude“ in der Optik von „Wallace & Grommit“ erinnert, eine originelle Parabel des Lebens. Bei aller Situationskomik wurde vor allem der Fokus auf die persönlichen Dramen der beiden Figuren gelegt, die es nicht immer leicht in ihrem Leben haben. Erwartungsgemäß ist die makellose Bildqualität von überragender Schärfe. Der Ton ist etwas zu frontlastig gemischt, was bei der in Erzählform gezeigten Geschichte nicht negativ ins Gewicht fällt. Als Boni wurden ein Audiokommentar, Making Of, gelöschte und erweiterte Szenen und kurze Interviews mit Eric Bana (spricht eine Figur) und Erzähler Barry Humphries beigefügt – leider ohne Untertitel. Dies gilt jedoch nicht für besagten Kurzfilm, der deutsch untertitelt wurde.
Fazit:
Von rührender Tragikomik geleitete Knet-Animation, die mit einer wundervollen Geschichte und Liebe zum Detail überzeugt. Max
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