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MicMacs – Uns gehört Paris!

MicMacs – Uns gehört Paris!
OT: Micmacs a tire-larigot | F 2009 | Blu-ray
Genre: KomödieR: Jean-Pierre Jeunet | D: Danny Boon, André Dussolier
Bild: 2,40:1 (16:9) | Ton: DTS-HD MA 5.1 (d/f)
104 Min. | Discs: 1 | FSK: 12
Arthaus | VÖ: Erhältlich | Wendecover: Ja
Bild: 9,0 Ton: 8,0 Bonus: 4,0
Film
Technik
Filminfo:
Eines Abends tritt Bazil vor die Tür seiner Pariser Videothek - nur um eine verirrte Pistolenkugel in den Kopf zu bekommen. Dumme Sache, aber nicht unbedingt tödlich, entscheiden die Ärzte und entlassen Bazil aus dem Krankenhaus - mit Kugel im Kopf, aber ohne Job und Wohnung steht er auf der Straße. Doch das Glück lässt nicht lange auf sich warten: Bazil trifft auf den kauzigen Canaille, der mit einer Gruppe wunderlicher Außenseiter zusammenlebt. Bei dieser skurrilen Familie findet Bazil ein neues Zuhause und taucht unter in eine Welt voller magischer Momente mitten in einem unbekannten Paris. Vor allem die biegsame Mademoiselle Kautschuk weckt Bazils Interesse und erobert schnell sein Herz. Doch es wird noch eine Weile dauern bis beide zusammen kommen. Zunächst muss Bazil noch eine Mission erfüllen...
Kritik:
Murphy´s Gesetz ist gemein und unerbittlich… was sich einmal mehr bewahrheitet, als der unscheinbare, alleinstehende Angestellte Bazil eines Abends vor der Tür seiner Stamm-Videothek einen Überfall mit Feuergefecht beobachtet und dabei eine verirrte Pistolenkugel direkt in seinem Kopf landet. Dumm gelaufen! Doch Bazil überlebt und steht nach wochenlangem Krankenhausaufenthalt vor den Scherben seiner kümmerlichen Existenz: Job gekündigt, Wohnung leer geräumt, kein Erspartes. Er arrangiert sich als Obdachloser und trifft dabei auf den durchgeknallten Canaille, der ihn seiner „Familie“, einer Gruppe gesellschaftlich Ausgestoßener, vorstellt, bei denen er fortan in den Tiefen einer Müllhalde wohnen darf. Doch die grotestke Behausung birgt Weggeworfenes, das nach liebevoller Aufbereitung neuen Glanz und Wert erhält. Selbiges wird Bazil bei seinem Plan, den Waffenhändlern, die er für sein Schicksal verantwortlich macht, das Handwerk zu legen, noch wertvolle Unterstützung bieten. Nach seinen außergewöhnlichen Erfolgen „Die fabelhafte Welt der Amélie“ und „Delicatessen“ fabrizierte Regisseur J.-P. Jeunet erneut einen aberwitzigen und von seltsamer Originalität berührten Film, der mit „Willkommen bei den Sch´tis“-Star Danny Boon als trotteliges Kopfschußopfer perfekt besetzt wurde. Was Tim Burton für Amerika ist, ist Jeunet für Frankreich – phantastisch schräg, köstlich amüsant und mehr als ungewöhnlich. Technisch ist hier alles ohne Makel und neben dem unterhaltsamen Audiokommentar ist auch das (selbstverständlich) andersartige 47minütige Making Of (das eher eine B-Roll ist) durch seine Spontaneität (trotz fehlender Kommentierung) interessant und lustig.
Fazit:
Skurrile „gute“ Komödien sind selten. Doch wenn das einer schafft, ist das Jeunet. MicMacs, ein Panoptikum zur guten Laune, ist der Beweis. Max
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